Im Liebesbündnis für die Jugend - für eine neue Solidarität und neue ökumenische Menschen in neuer Gemeinschaft- für den Frieden in der Welt

F.K.

Sam, 28.12.2019 - 11:02

Türkei: Bartholomaios I. ruft „Jahr der Sorge um die Jugend“ aus Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hat in seiner Weihnachtsbotschaft das bevorstehende Jahr 2020 für das ganze Patriarchat mit seiner weltumspannenden Diaspora als „Jahr der spirituellen Erneuerung und der Sorge um die Jugend“ proklamiert. Der Patriarch berief sich dabei auf das Konzil von Kreta, das die Jugend eindringlich eingeladen habe, die „gesegnete Tradition der orthodoxen Kirche“ zu tragen und weiterzuführen, aktiv am Leben der Kirche teilzunehmen und die ewigen Werte der Orthodoxie „mutig zu bewahren und dynamisch zu pflegen“. Lesen Sie auch Taize-Treffen in Polen: Tausende Jugendliche erwartet 21/12/2019 Taize-Treffen in Polen: Tausende Jugendliche erwartet Bartholomaios I. formulierte in seiner Weihnachtsbotschaft eine scharfe Abrechnung mit der Gegenwartskultur. Auch heuer werde das Weihnachtsevangelium in einem kulturellen Umfeld verkündet, dessen höchster Wert den „individuellen Rechten“ zugeschrieben werde. Die Selbstbezogenheit und der Betrug der Selbstverwirklichung würden den Zusammenhalt der Gesellschaft vermindern, den Geist der Geschwisterlichkeit und Solidarität schwächen und die zwischenmenschlichen Beziehungen verdinglichen. Wörtlich stellt der Erzbischof von Konstantinopel, dem „Neuen Rom“, fest: „Die uneingeschränkte Betonung von Wirtschaft und Säkularisierung vertiefen das existenzielle Vakuum und führen zur Minderung der kreativen Kräfte des Menschen“. Die Kirche könne diese Entwicklungen nicht ignorieren, deren Konsequenzen durch die Mechanismen der neuen Technik und die vielfältigen Versprechungen der „falschen Paradiese“ vor allem die Jugend betreffen. Die Kirche sei „nicht von dieser Welt“, aber sie dürfe sich auch nicht von der geschichtlichen und gesellschaftlichen Realität isolieren. Vielmehr sei es ihre Aufgabe, wie der Gute Samariter die Wunden mit „Öl und Wein“ zu lindern, zeitgenössische „kulturelle Krankheiten“ zu heilen und Geist und Seele der Leute zu erleuchten, so Bartholomaios I. Dialogische Seelsorge Der Ökumenische Patriarch plädiert im Hinblick auf das „Jahr der spirituellen Erneuerung und der Sorge um die Jugend“ für eine „dialogische Seelsorge“ mit Vorstellungskraft und Vision, mit unerschütterlichem Glauben an die Gnade Gottes und Vertrauen in die Kraft menschlicher Freiheit. Dieser seelsorgliche Dienst sei auf die Personen ausgerichtet und müsse jungen Menschen helfen, an Stelle der „Vertretung der eigenen Interessen“ und der „Selbstgefälligkeit“ nach einer Liebe zu suchen, die „nicht sich selbst sucht“ und „Gott gefallen will“. Es gehe um die Abwendung von den „materiellen Gütern“ und die Hinwendung zu „dem Einen, der wahrhaft gut ist“, um die Abwendung von den „endlosen Bedürfnissen“ zu dem „Einen, der wahrhaft notwendig ist“. Die Grundlage der Weckung des christlichen Gewissens bleibe die Erfahrung und das Verständnis der Bedeutung des christlichen Gottesdienstes, auch in seinem gemeinschaftlichen und eucharistischen Charakter, unterstreicht Bartholomaios I. Junge Leute müssten erkennen, dass die Kirche nicht „ein Verein von Christen“, sondern der „Leib Christi“ ist. Der Patriarch appelliert an seinen Klerus, nicht darauf zu warten, dass die jungen Leute kommen, sondern zu ihnen „hinauszugehen“, „nicht als Richter, sondern als Freunde, in der Nachfolge des Guten Hirten, der sein Leben für die Schafe gibt“. Ein Hirte müsse immer aufmerksam sein im Hinblick auf die pastoralen Nöte der Jugend und ihr gesellschaftliches Umfeld. Sein Handeln müsse sich aus der Tradition der Kirche speisen und den jungen Menschen nicht nur „Unterstützung“ bieten, sondern die „Wahrheit der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat“. (kap – mg)

F.K.

Sam, 28.12.2019 - 11:23

... die Solidarität in der eigenen Familie aidk...

F.K.

Sam, 28.12.2019 - 11:19

Papst Franziskus Liebe Jugendliche, die ihr euch auf Initiative der Communauté von Taizé zum 42. Europäischen Treffen versammelt habt. Ihr seid dieses Jahr in Polen, der Heimat des Heiligen Papstes Johannes Paul II. Sein Nachfolger, Papst Franziskus, begleitet euch mit seinem Gebet und ermutigt euch, zusammen mit den Christen Polens das Thema dieses Treffen in Wrocław zu vertiefen: „Unterwegs und doch verwurzelt bleiben.“ Polen ist ein Land, das seine Wurzeln im Glauben hat. Diese Wurzeln haben dem Volk ermöglicht, in schweren Zeiten standzuhalten, als es keine Hoffnung gab. Ihr werdet entdecken, dass man viel von Menschen lernen kann, die Christus in Stunden treu geblieben sind, in denen die Versuchung bestand, einen einfachen Ausweg zu nehmen. Diese Christen wagten es, an eine andere Zukunft zu glauben. Ihr könnt gemeinsam entdecken, dass die Verwurzelung im Glauben euch aufruft und darauf vorbereitet, auf andere Menschen zuzugehen, auf die neuen Herausforderungen unserer Gesellschaften zu reagieren, insbesondere auf die Gefahren, die unser gemeinsames Haus bedrohen. „Die Wurzeln sind kein Anker, der uns an andere Epochen bindet und uns daran hindern, in der gegenwärtigen Welt präsent zu sein. [...] Sie sind im Gegenteil Bezugspunkt, der uns erlaubt, zu wachsen und auf die neuen Herausforderungen zu antworten.“ (Christus vivit, Nr. 200). Wenn ihr euch mit vielen anderen auf eine Suche begebt, werdet ihr entdecken, dass es viel Freude bereitet, sich auf den Weg zu machen, manchmal – wie Abraham – ohne im Voraus das Ziel zu kennen. Seid immer bereit für neue Aufbrüche, um das Evangelium zu bezeugen und den Menschen um euch herum, besonders den Ärmsten und Unglücklichsten, voll präsent zu sein. „Wartet nicht bis morgen, um mit eurer Energie, eurem Wagemut und eurer Kreativität an der Verwandlung der Welt mitzuwirken. [...] Ihr seid das Heute Gottes, der euch fruchtbar will. (ebd., 178). Der Heilige Vater segnet euch junge Menschen, die Brüder der Communauté von Taizé sowie die Familien und Kirchengemeinden, die euch aufnehmen. Möge der Glaube Marias, die ebenfalls „in Eile“ (Lukas 1,39) unterwegs war, euer Vertrauen auf ihren Sohn stützen. Kardinal Pietro Parolin, Staatssekretär Seiner Heiligkeit

F.K.

Sam, 28.12.2019 - 11:13

1. Immer unterwegs ... bereit, neu anzufangen Der Herr sprach zu Abraham: „Geh fort aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde!“ (Genesis 12,1) Aufgrund unseres Glaubens antworten wir auf den Ruf, uns auf den Weg zu machen. Wir erinnern uns daran, dass in jeder Situation ein Neuanfang möglich ist – unabhängig davon, ob es uns gutgeht oder ob wir vor unüberwindlich scheinenden Herausforderungen stehen. In den ersten Kapiteln der Bibel steht die Geschichte der Berufung Abrahams. Gott fordert Abraham auf, alles zu verlassen und wegzuziehen, ohne zu wissen, wohin. Mit seiner Frau Sarah macht er sich auf einen Pilgerweg, im Vertrauen, dass Gott sie führen werde. In dem neuen Land, in das Gott sie führte, leben Abraham und Sarah weiterhin in Zelten, so als wären sie noch immer unterwegs. Doch am Ende entsteht aus den Schwierigkeiten etwas Gutes: Abraham und Sarah fanden etwas, das sie nie entdeckt hätten, wenn sie zu Hause geblieben wären. Die Bibel trägt in sich diese Dynamik: aufbrechen und einer Zukunft entgegengehen, die Gott uns schenkt. Dieser Weg kann voller Hindernisse sein. Auch das Volk Gottes machte diese Erfahrung beim Auszug aus Ägypten, als es vierzig Jahre lang umherirrte. Gott selbst wurde zum Pilger. Er führte und begleitete sein Volk: „Ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst.“ (Genesis 28,15) Auf dem Weg durch die Wüste lernt das Volk, Gottes Stimme zu hören. So öffnet Gott völlig neue und unerwartete Möglichkeiten. Lesen wir, allein oder mit anderen, einige biblische Geschichten, in denen Gott uns einlädt, aufzubrechen: Genesis 28,10-15; Exodus 13,17 22; Psalm 126; Jesaja 43,1-2; Matthäus 2,13 23; Lukas 10,1 9; Apostelgeschichte 11,19 26 2. Immer unterwegs ... mit offenen Augen für die Menschen in unserer Umgebung „Als Jesus aus dem Boot stieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.“ (Markus 6,34) Jesus sagt von sich selbst, er sei ein Pilger, der „keinen Ort hat, wo er sein Haupt hinlegen kann“. (Matthäus 8,20) Er zog aus, um die gute Nachricht zu verkünden: Gott ist uns ganz nahe; er will unsere Welt verändern. Und er lädt uns ein, uns daran zu beteiligen, die Menschheitsfamilie zu erneuern. Durch sein Leben – indem er vor allem auf die Kleinen und die Schwächsten achtete – hat Jesus uns gezeigt, wo wir anfangen können. Jesus war überaus aufmerksam für andere, weil er tief in Gott verwurzelt war. In jedem Moment seines Lebens ließ er sich vom Heiligen Geist führen. Durch sein Kommen in die Welt hat Christus unser Menschensein bis ins Letzte angenommen. Bei seinem Tod am Kreuz hat er bis zum Äußersten gelitten und uns seine absolute Treue, zu Gott und zu uns, geoffenbart. Durch seine Auferstehung wurde er der Zeuge des Neubeginns, den Gott der Menschheit aus Liebe schenkte. Viele stehen fassungslos vor all der Gewalt und Demütigung und fühlen sich auf der Erde wie Fremde. Indem sie Christus nachfolgen, zeigen die Christen, dass sie auf Gott vertrauen. Das bewahrt sie davor, gleichgültig zu werden, und hilft, auf dem Boden der Realität zu stehen, solidarisch zu leben und sich für andere einzusetzen. In einem Brief eines unbekannten Verfassers aus dem 2. Jahrhundert, heißt es von den Christen: „Jeder von ihnen wohnt in seinem eigenen Land, aber sie sind wie Fremde. Jedes fremde Land ist ihnen Heimat, und jede Heimat ist ihnen Fremde.“ (Brief an Diognet) Suchen wir nach einem konkreten Engagement, um in unserem Leben die Hinwendung Christi zu den Allerärmsten zum Ausdruck zu bringen! Kommen wir mit den Kirchen am Ort regelmäßig zu einem gemeinsamen Gebet zusammen, bei dem Kreuz und Auferstehung Christi im Mittelpunkt stehen! 3. Immer unterwegs ... zusammen mit all denen, die ihre Heimat verlassen mussten „Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen.“ (Levitikus 19,33-34) Überall auf der Welt sind Frauen, Männer und Kinder gezwungen, ihr Land zu verlassen, andere beschließen, ihre Zukunft anderswo zu suchen. Was sie dazu veranlasst, ist stärker als jede Barriere, auf die sie stoßen. Alle möchten, dass das Besondere ihrer Kultur bewahrt bleibe. Aber ist Offenheit für andere nicht eine der schönsten Gaben, die uns Menschen geschenkt ist? Natürlich stellt uns das Kommen von Migranten vor schwierige Fragen. Migration muss gesteuert werden; aber so groß die damit verbundenen Schwierigkeiten auch sein mögen, sie können auch eine Chance bedeuten. Manchmal erleben Menschen, die seit Generationen in derselben Stadt, im selben Viertel, im selben Dorf leben, einander wie Fremde. Selbst Menschen mit den gleichen kulturellen Wurzeln finden oft nicht den Weg zueinander. Können wir nicht auf diejenigen zugehen, die eine andere Lebenseinstellung oder andere Überzeugungen haben als wir? Wenn wir jemandem entgegengehen – gleich ob er anderer Herkunft ist oder ob wir bislang aneinander vorbeigelebt haben –, können wir wahrscheinlich besser verstehen, dass er anders denkt. Wenn wir jemandem entgegengehen – gleich ob er anderer Herkunft ist oder ob wir bislang aneinander vorbeigelebt haben –, können wir wahrscheinlich besser verstehen, dass er anders denkt. Es gibt Jugendliche, denen – obwohl sie materiell „alles haben“ – jegliches Miteinander fehlt. Zerbrochene familiäre Beziehungen hinterlassen oft eine große, manchmal unsichtbare Einsamkeit. Versuchen wir, diesen jungen Menschen aufmerksam zu begegnen und sie zu begleiten! Sie leben manchmal ganz in unserer Nähe und befinden sich dennoch wie in einem inneren Exil. 4. Immer unterwegs ... im Einklang mit der gesamten Schöpfung „Die Bäume des Herrn trinken sich satt, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat; dort bauen die Vögel ihr Nest, auf den Zypressen nistet der Storch. (...) Wie zahlreich sind deine Werke, Herr, sie alle hast du mit Weisheit gemacht, die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.“ (Psalm 104) Angesichts der enormen Gefahren, denen unser wunderbarer Planet ausgesetzt ist, kommen sich viele Menschen hilflos vor und sind entmutigt. In naher Zukunft werden aufgrund der Klimakatastrophe noch mehr Menschen als bisher dazu gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen. Der Glaube kann uns helfen, Fatalismus und Angst zu widerstehen. Am Anfang der Bibel heißt es: „Gott, der Herr, nahm den Menschen und gab ihm seinen Wohnsitz im Garten von Eden, damit er ihn bearbeite und hüte.“ Mit diesem symbolischen und poetischen Text betont die Bibel, dass wir im Schöpfungswerk Gottes eine besondere Verantwortung tragen. Sie besteht darin, dass wir uns der Erde annehmen und sie schützen. Unser Leben wird menschlicher, wenn wir neu verstehen, dass wir ein wesentlicher Teil der Schöpfung sind. Unser Planet Erde ist ein wertvolles Geschenk unseres Schöpfers. Wir sollten es mit Dankbarkeit und Freude annehmen. Die Erde ist unser gemeinsames Haus und Gott ruft uns auf, zum Wohl aller, auch der zukünftigen Generationen, darüber zu wachen. Angesichts des Klimanotstands entstehen zahlreiche Initiativen, die das Bewusstsein der Menschen immer stärker prägen. Sicherlich reicht es nicht aus, nur auf persönlicher Ebene etwas zu verändern; aber es ist eine wesentliche Voraussetzung für Veränderungen. Jeder und jede von uns ist aufgefordert, in seinem Umfeld aktiv zu werden: Überdenken wir unseren Lebensstil und vereinfachen wir, was vereinfacht werden kann; machen wir uns dabei die Schönheit der Schöpfung bewusst! Für die Bewahrung der Schöpfung können sich die christlichen Konfessionen gemeinsam einsetzen. Ist die Dringlichkeit nicht ein Ruf, uns zu ökumenischen Initiativen zusammenzutun? Eine derartige Initiative ist zum Beispiel das Netzwerk „Grüne Kirchen“, dem Taizé im Sommer 2019 beigetreten ist. (Siehe: www.taize.fr/eco) 5. Immer unterwegs ... mit einem festen inneren Halt Jesus sagte: „Wenn du betest, geh in deine Kammer, schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“ (Matthäus 6,6) Als „Fremde und Gäste auf Erden“ (Hebräer 11,13) brauchen wir einen festen inneren Halt, der uns erlaubt, wir selbst zu sein. Finden wir diesen Halt nicht im Gebet, in einem Gespräch – wie unter Freunden – mit Christus? Unser Vertrauen auf Gott mag zerbrechlich sein. Aber ist die Kirche nicht eine Gemeinschaft, in der wir uns aufeinander verlassen können, in der wir unsere Zweifel und Fragen teilen und uns gegenseitig auf unserer Suche weiterhelfen können? Wenn wir immer wieder zu dieser Gemeinschaft mit Gott zurückkehren, schenkt er uns eine große Freiheit. Durch seine Liebe will Gott uns aus unseren kollektiven und persönlichen Abhängigkeiten herausführen und uns helfen, abzulegen, was unsere Schritte belastet. Wie können wir immer unterwegs bleiben, ohne dabei unsere Wurzeln aufzugeben? Lassen wir in uns die Überzeugung wachsen, dass das Reich Gottes bereits anbricht – in uns selbst und unter den Menschen! Ja, es gibt einen Ort, an dem unser Herz ausruhen kann – einen innerer Pol, an dem sich bewahrheitet, was Jesus sagte: „Ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.“ (Matthäus 11,29) Und der Heilige Geist, Atem der Güte, wird uns führen, auch in unserer Nacht … Letzte Aktualisierung: 23. Dezember 2019 Wort für den Tag Sa, 28. Dezember Johannes schreibt: In Gottes Gegenwart beruhigen wir unser Herz. Denn wenn das Herz uns auch verurteilt — Gott ist größer als unser Herz, und er weiß alles. 1 Joh 3,16-24

F.K.

Sam, 28.12.2019 - 11:09

Unterwegs und doch verwurzelt bleiben Vorschläge für das Jahr 2020 Im September 2019 fand in Kapstadt eine weitere Etappe unseres „Pilgerwegs des Vertrauens auf der Erde“ statt. Südafrika ist ein großes und sehr schönes Land, das vor 25 Jahren der Welt gezeigt hat, welche Kraft im Widerstand gegen die Apartheid und in einer gewaltfreien Wende liegen kann. Das Land ist aber immer noch von tiefen Spaltungen zwischen den ethnischen Gruppen gezeichnet. Daher war es ein starkes Zeichen der Solidarität, dass mehr als tausend Familien ihre Türen öffneten, um junge Menschen aufzunehmen. Die Jugendlichen hatten sich auf den Weg gemacht, um Christen anderer ethnischer oder konfessioneller Herkunft kennenzulernen. Haben auch wir den Mut, auf andere zuzugehen? Nehmen wir, wo immer wir auch leben, andere auf? Sich auf den Weg machen: Darin besteht ein Ruf für unsere Zeit. Lassen wir uns nicht entmutigen, sondern versuchen wir, in unserer Umgebung die vielen Zeichen eines neuen Lebens zu entdecken. Übersehen wir dabei nicht die neuen Initiativen; sie sind vielleicht nicht immer bis ins Letzte durchdacht und stehen oft noch am Beginn ihres Wirkens. Wenn wir unterwegs bleiben, finden wir Lösungen. Anlässlich unseres Europäischen Treffens in Breslau/Wrocław habe ich als Titel für die „Vorschläge für das Jahr 2020“ Worte gewählt, die das Leben der Polin Urszula Ledochowska zusammenfassen: „Unterwegs und doch verwurzelt bleiben.“ Diese Frau, eine heilige Zeugin Christi und eine Bürgerin Europas, war ihrer Zeit voraus. Vor dreißig Jahren, im Dezember 1989, waren wir schon einmal in Wrocław: Damals konnte in Polen das erste Europäische Treffen östlich des „Eisernen Vorhangs“ stattfinden. Als dann in Berlin die Mauer fiel, war überall die Begeisterung über die wiedergefundene Freiheit zu spüren. Auch wenn sich die Welt verändert hat, habe ich großes Vertrauen, dass die junge Generation neue Wege der Freiheit und Gerechtigkeit für unsere Zeit öffnen wird. Im Leben wie im Glauben sind wir als Pilger unterwegs, manchmal fühlen wir uns sogar wie Fremde auf der Erde. Denken wir in unseren leidvollen und frohen Stunden daran, dass Gott treu ist und dass er uns einlädt, unserem Engagement treu zu bleiben. Er bereitet uns schon heute eine Zukunft des Friedens vor. Frère Alois

F.K.

Sam, 28.12.2019 - 11:05

... ich wäre jetzt gern in Warschau... aidk