
Liebe Community-Freunde,
ich möchte um Euren Beistand bitten.
Die meisten von Euch werden es schon wissen - ich bin jetzt seit ca. 8 Monaten an meiner Doktorarbeit dran und weiß immer noch nicht so richtig, ob das jetzt mein Weg ist oder ob ich mich da in etwas verrenne. Es macht mir sehr viel Spaß, im Labor zu arbeiten, doch die ganzen Rahmenbedingungen könnten "etwas" besser sein... die Zeit für die Familie fehlt mir, vom Haushalt ganz zu schweigen, die Fahrerei (mind. 70 Minuten für eine Strecke), die Familienplanung, ...
Ich fühle, dass es an der Zeit ist, eine Entscheidung zu treffen. Und ich kann einige Unterstützung gut gebrauchen! Dankeschön.
Nachtrag Anfang 2010
Die Entscheidung ist gefallen - und zwar DAFÜR, es weiter zu machen. Es ist eine einmalige Chance, und ich bekomme viel Unterstützung, sowohl von zuhause (Göttergatte, meine Eltern --> Betreuung von Lukas) als auch v.a. von meiner Betreuerin.
von Jenny (Forumbeitrag)
Ich arbeite ja schon jetzt in meiner Karenz ein bißchen, einfach weil es mir Spaß macht mal etwas anderes als Hausarbeit zu machen und ich es genieße wieder etwas "eigenes" Geld zu verdienen. Jetzt im Juli hatte ich meine drei Dienste - und es hat super geklappt. Einmal hat mein Mann den Tag mit Georg verbracht, an den anderen beiden Tagen waren die Omas dran.
Es scheint nicht so als ob Georg mich sonderlich traurig wäre, wenn ich nicht da bin (soll ich jetzt glücklich oder deprimiert sein?), und so ein Papa-Sohn- oder Oma-Enkerl-Tag ist eben auch etwas besonderes.
Ich freu mich auch, dass ich so schnell wieder in den Arbeitsalltag zurück gefunden habe und ich auch ohne ständig nach zu grübeln was Georg wohl gerade macht, mich auf die Arbeit konzentrieren kann.
Mir ist auch vorgestern ein Stein vom Herzen gefallen: ich habe mich durch gerungen, wie wir das mit der Kinderbetreuung von Georg meistern werden, wenn meine Karenz vorbei ist. Mein Mann hat es eigentlich mir über gelassen eine Entscheidung zu treffen, und wir haben nun beschlossen aus unserer Verwandtschaft eine Tagesmutter zu nehmen. Meine Sorgen waren nämlich, dass Georg im Februar erst 16 Monate alt ist und meiner Meinung nach zu klein für eine Krippe (vor allem ist er sehr ruhig und genügsam und ich hatte Bedenken ob er dann bei den anderen Kindern nicht "untergeht").
Werde also von meiner Tagesmutter-Erfahrung berichten.
von schnuppergast (Forumbeitrag)
Es ist nun ziemlich früh am Morgen, der Tag ist nun 36 Minuten alt. Ich bin im Spital bei meiner Arbeit und habe soeben eine Problempatientin versorgt. Sonst hätte ich es nämlich schon mit Ausruhen versucht, aber ich mußte auf einen Blutbefund warten, dadurch komme ich also zum Schreiben hier.
Familie, Kinder und Beruf sind eine echte Herausforderung.
Wir haben uns im Ehe Team so entschieden ,daß wir nur wechselweise arbeiten. Also entweder ist mein Mann zu Hause(in Karenz) oder ich.
Nun bin ich also gerade an der Reihe meinen Beruf auszuüben. Es ist sehr spannend und interessant, das,was man jahrelang gelernt hat auch anwenden zu können.
Allerdings fällt mir auf, daß ich dadurch (gerade wenn ich eben viele Überstunden machen muß) vieles von den Kindern nicht mehr so richtig mitbekomme. Ein Schularbeitserfolg zum Beispiel war schon wieder in den Händen des Lehrers, als ich nach einem anstrengenden Dienst nach Hause kam. Wenn ich aber einmal nicht mehr im Spital arbeite (und die Zeit kommt schneller als man glaubt) hoffe ich, einen Teilzeitjob zu bekommen und dadurch sowohl in der Familie als auch in der Arbeit voll da sein zu können.