
Vorb.:
Wir glauben voller Zuversicht,
was uns die ewige Wahrheit spricht.
Wir beugen willig den Verstand
und folgen ihr mit Herz und Hand.
Der Glaube ist der sichere Pfad,
den uns das Wort gewiesen hat.
Nur dem wird ewiges Heil gewährt,
dem dieser Glaube ist beschert.
Rechts:
Wir glauben, Gott, daß deine Macht
die Welt ins Dasein hat gebracht;
du bist's, der sie erhält, regiert
und weise hin zum Ziele führt.
Links:
Der hoch du thronst in Himmelshöhn,
willst warm auf uns herniedersehn,
in uns erblicken deinen Sohn,
der herrscht mit dir auf ewigem Thron.
Rechts:
Wir sind so arm und schwach und bloß;
du machst erhaben uns und groß
zu des verklärten Herren Glied,
der als das Haupt zu dir uns zieht.
Links:
Du, Gott, erhöhest unser Sein,
ziehst in die Seel' als Tempel ein,
wo mit dem Sohn und Heiligen Geist
du dich als Dauergast erweist!
[ Erfahrung dazu ]
Rechts:
Der Leib, die Seele ist geweiht
der heiligsten Dreifaltigkeit,
die in uns wie im Himmel thront,
mit ihrem Reichtum in uns wohnt.
Links:
So sind wir über alle Welt
ins Göttliche hineingestellt,
sind mehr in deinen Augen wert
als ohne uns die ganze Erd'.
Rechts:
Die Werke jeglicher Kultur
sind wie ein kleines Stäubchen nur,
gemessen an der Herrlichkeit,
die deine Liebe uns verleiht.
[ Erfahrung dazu ]
Links:
Du hast uns deinen Sohn geschenkt,
der still für uns am Kreuze hängt;
du sendest uns den Heiligen Geist,
der uns erzieht und unterweist,
Rechts:
gibst einen Engel uns zur Seit',
der uns zu schützen ist bereit,
und eine Mutter voller Güt',
die liebreich sich um uns bemüht.
Links:
Du hast uns sorgsam anvertraut
der Kirche, deines Sohnes Braut,
daß sie uns durch das Leben führt
und wahre Liebe in uns schürt.
Rechts:
Dein Sohn bringt sich auf dem Altar
für uns als Opfer mildreich dar;
als Freund ist er, als Speise da
in allen Lagen still uns nah.
Links:
Du schaust auf uns mit Vaterblick,
läßt teilen uns des Sohnes Glück,
fügst alles, was uns wird zuteil,
zu unserem ewigen Seelenheil.
Rechts:
Ein Gruß von dir ist jedes Leid,
der unserer Seele Flügel leiht,
der uns die Weichen kraftvoll stellt,
das Streben in Bewegung hält.
Links:
Er drängt erneut uns zum Entscheid,
daß wir für Christus sind bereit,
bis er allein nur in uns lebt
und in uns wirkt und zu dir strebt.
Rechts:
Wie sich die Sonnenblume kehrt
zur Sonne, die sie reich beschert,
so wenden wir mit Herz und Sinn
zu dir uns, Vater, gläubig hin.
Links:
Wir sehen väterlich dich stehn
still hinter jeglichem Geschehn,
umfassen dich mit Liebesglut,
gehn froh zu dir voll Opfermut.
Rechts:
In unserer Seele Heiligtum
sei Ehre dir und Dank und Ruhm.
Wir lassen nie dich dort allein,
wir wollen immer bei dir sein.
Links:
Mit Heiligen und der Engel Schar
kreist unser Herz um den Altar;
es schlägt für den, der dort verhüllt
der Liebe heißes Sehen stillt.
Rechts:
Wir glauben, daß uns wird zuteil
der Auferstehung Glanz und Heil,
daß wir einst dem Verklärten gleich
an Leib und Seel' sind schön und reich.
Alle:
Wenn kommt der Richter dieser Welt,
der fest das Königszepter hält,
laß, Vater, uns zur Rechten stehn,
zur ewigen Hochzeit mit ihm gehn.
Amen.