Das Virtuelle Heiligtum hat Power. Fast 100.000 Beiträge im Krug! Da geht’s so richtig zur Sache –volle Action, Leben pur.

Und da gibt es eine unscheinbare Seite.
Da tut sich nichts.
Und da tut sich wirklich nichts.

Da gibt es nicht einmal blinkende Werbeschaltungen oder aufdringliche Links, die uns dorthin locken.

Und nicht sehr viele finden dann wirklich dorthin. Dorthin, wo sich nichts tut.

Denn diese Seite legt sich quer zu so vielem, was wir aus dem Alltag kennen. Denn dort tut sich immer was:

  • Im Hintergrund TUT ein Radio Musik spielen.
  • Zwischen zwei Sendungen im Fernsehen TUT ein Werbeblock versuchen, uns unzählige Produkte und Dienstleistungen schmackhaft zu machen.
  • Neben der Arbeit TUT uns ein Snack ernähren, den wir zwischendurch hineinstopfen.
  • Die Mailbox und der Postkasten TUN uns mit hunderten Themen zuschütten – ob wir wollen oder nicht.
  • Der Kindergarten, die Arbeitskollegen, der Verein, die Bastelrunde, der Sportklub, die Bekannten, die Familienfeste – alle TUN uns zu Veranstaltungen und Feiern und Treffen einladen.
  • Die Unordnung TUT uns wenigsten soweit auf die Nerven gehen, dass wir uns nicht wohl fühlen.
  • Die unerledigte Arbeit TUT uns belasten und taucht in unseren Gedanken immer wieder auf. Unangemeldet. Unwillkommen.
  • Das Telefon TUT läuten – schon wieder, mitten beim Essen!

Und irgendwann fühlen wir uns nur noch getrieben. Rastlos. Aufgerieben.

Dann gibt es da diese stille Seite im Virtuellen Heiligtum, wo sich nichts TUT.
Da wird das TUN vom SEIN abgelöst.
Es ist das Heiligtum selbst.
Es ist eine Seite, auf der nur ein Bild der Gottesmutter mit dem kleinen Jesus IST.
Die Gottesmutter IST da. Sie tut nichts.
Jesus IST da. Er tut nichts.
Sie SIND einfach da – für uns.
Und jetzt sind auch WIR da.
Und wir TUN auch nichts.
Wir SIND einfach. Und schauen. Und genießen das Nicht-TUN. Und werden langsam ruhig.

Die TUNs spuken uns noch durch den Kopf – die unbezahlte Rechung.
Wir TUN nichts. Wir SIND einfach da.

Das Email, das unbedingt noch raus hätte müssen.
Wir TUN nichts. Wir SIND einfach da.

Und irgendwann setzt sich das SEIN gegen das TUN durch.

Und dann SIND wir ruhig. Wir genießen es, einfach wir zu SEIN. Und freuen uns über Jesus und Maria, die auch einfach da SIND mit uns. Wir spüren, dass uns das gut tut. Und wir können fast spüren, dass wir hier nicht alleine sind – dass Jesus und Maria auch da sind. Und aus diesem gemeinsamen SEIN wird Begegnung.

Wir rasten uns im Virtuellen Heiligtum aus und begegnen unserem Gott. Ein Gott, der von sich selbst sagt: Ich bin der „Ich-BIN-da“. Und wir sind jetzt auch da – im Virtuellen Heiligtum. Ganz real erreichen wir durch die virtuelle Welt die übernatürliche. Der Himmel ist offen im Virtuellen Heiligtum. Und wir sind da – und rasten uns erst einmal aus.

[ KURZE STILLE ]

Und dann geht’s wieder los. Aber jetzt TUN wir. Jetzt bestimmen wir wieder unser TUN. Und unser erstes TUN ist: wir starten den Relaunch des Virtuellen Heiligtums!