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Freiberuflicher Wiedereinstieg

Datum31 Juli, 2009 - 02:59 – Christine Karner
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Nach fast 6 Jahren Babypause habe ich meinen Wiedereinstieg ins Berufsleben gewagt. Mein Mann und ich haben entschieden, dass es besser für uns ist, wenn ich langsam (d.h. 2-6 Stunden/Woche) und freiberuflich wieder zu arbeiten beginne. Das bedeutet für uns, dass die Kinder zwar früher (unsere Jüngste ist 2 Jahre) mit Fremdbetreuung konfrontiert sind, aber ich habe eine liebe Tagesmutter gefunden und ich kann mir die Therapien so einteilen, dass ich zwei Vormittage arbeite oder kann auch mal arbeiten, wenn mein Mann zu Hause ist. Das hat den Vorteil, dass ich auch verschieben kann, wenn die Kiinder mal krank sind.

Nun arbeite ich seit einigen Monaten (die ersten beiden Monate habe ich für Bürokratie und Fachliteratur verbracht) und es ist einfach schön, wieder einige Stunden in meinem Beruf als Physiotherapeutin zu sein.

Was schön daran ist?
Ich bin wieder in Kontakt mit "alten" und "neuen" Kollegen.
Ich lerne beruflich dazu und kann mir fachspezifischen Rat holen.
Ich lese wieder Berufsliteratur.
Ich habe "Erholung" von den Kindern. Eye-wink
Ich freue mich wieder neu auf meine Kinder.
Unsere Kinder freuen sich, wenn ich nach Hause komme bzw. sie abhole und begrüßen mich stürmisch.
Ich nehme nach der Arbeit bewußter Zeit für die Kinder.
Ich habe das Gefühl, auch geistig mehr gefordert zu sein.
Ich kann mit meinem Mann darüber reden und er interessiert sich dafür.
Ich habe wunderbare Erlebnisse (siehe Blog: "Freude - auch ohne Worte")

Kommentare

Ich freu mich meistens auch

Ich freu mich auch wieder sehr auf meine Kinder, wenn ich von der Arbeit zurückkomme. Dann spielen wir innig miteinander und die Hausarbeit bleibt liegen. Die Zeit hätte ich mir sonst nie so intensiv genommen oder ich wäre mit den Gedanken woanders gewesen.
Im Herbst möchte ich noch auf einen dritten Vormittag "aufstocken".

Der Nachteil daran: die Hausarbeit wird immer weniger erledigt. Mal sehen, ob ich da jemanden finde, der sich drum kümmert Eye-wink
Der Vorteil: ich mache mehr die Dinge, die mir Spaß machen und ich bin mit Herz dabei.

Liebe Christine, ich habe

Liebe Christine,
ich habe die gleiche Erfahrung gemacht wie du!
Ich habe als Sarah acht Monate alt war wieder zu arbeiten begonnen und bis zum Mutterschutz vor Sophies Geburt gearbeitet. Für mich war der Job auch wie eine Erholung zwischendurch. Ich habe es richtig genossen wieder mal bei einer Sache dran bleiben zu können, ohne gestört zu werden und die geistige Tätigkeit hat mir auch total gut getan.
Ich hatte das Glück, dass Sarah bei meinen Eltern sein konnte, während ich in der Arbeit war. Sie hat das sehr genossen und ich hatte da Gott sei Dank mit keinen Arbeitstags-Nachwehen zu kämpfen.
Ich habe auch festgestellt, dass ich mich nach der Arbeit wieder besonders auf Sarah gefreut habe!
Ich bin auch jetzt, drei Monate nach Sophies Geburt im Kontakt mit der Firma und da meine Eltern bereit sind beide Kinder zu betreuen, werde ich, wenn alles gut geht, wenn Sophie soweit ist wieder in den Job zurückkehren.
Ehrlich gesagt - darauf freue ich mich.

Danke! Die Planungsphase war

Danke!
Die Planungsphase war relativ kurz. Ich glaube, wir haben im Herbst mal drüber gesprochen, da war mir aber Lea doch noch zu klein, um sie abzugeben. Im Feber hab ich mir dann eine Tagesmutter gesucht und war anfangs immer zur Eingewöhnung dabei. Im März hab ich mich dann bei der Bezirksbehörde gemeldet, Versicherungen abgeschlossen usw. und im April hatte ich meinen ersten Patienten.

Du fragst nach den weniger schönen Dingen: da gibt es das Phänomen, dass die Kinder manchmal am Tag nachdem ich arbeiten war, vermehrt ihre Grenzen austesten. Zum Beispiel haben sie mutwillig die einzige unreife Birne von unserem Birnenbaum abgerissen, obwohl sie wissen, dass diese Gerald und mir sehr wertvoll war. Das hat mich natürlich geärgert, aber es war einfach ein "Schrei um Aufmerksamkeit", vermute ich. Wobei das jetzt in den Ferien mehr ins Gewicht fällt, sonst sind Hanna und Benedikt ja im Kindergarten und "merken" nichts davon, wenn ich weg bin.

Würde mich interessieren, ob andere auch diese Erfahrung machen?

Für mich ist auch der "Umstieg" von Arbeit auf zuhause sehr anstrengend: plötzlich wieder drei Kinder, Streit schlichten, Essen machen usw. Arbeit ist sozusagen für mich ein bisschen wie Erholung. Es überwiegt also das Positive.

Liebe Christine! Herzlichen

Liebe Christine!

Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Wiedereinstieg.
Was mich noch interessieren würde: Wie lange war Eure Planungsphase? Sind bisher Situationen aufgetreten, mit denen Ihr so gar nicht gerechnet habt? Ist alles nur positiv, oder gibt es auch etwas, was weniger schön daran ist.
Ich werde im Herbst nochmal die Tagesmutterausbildung vertiefen, um dann im kommenden Jahr evtl. mit der Betreuung eines Tageskindes zu beginnen, allerdings noch sehr vage.
Grundsätzlich könnte ich meine Kleine ja auch zur Betreuung mitnehmen und wieder als Mobile Mami arbeiten. Aber ich habe gemerkt, dass das für mich einfach nicht passt.

Würde mich freuen, in einiger Zeit wieder mal von Deinen/ Euren Erfahrungen, die der Wiedereinstieg mit sich gebracht hat zu lesen.

Ursula

Tu deinem Leib des öfteren etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen. (Teresa von Avila)

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In Dir - mit Freude Liebe leben! (Klassenideal 1994)