Ich wüsste gerne einmal eure Meinung.
Gibt es das, dass man für eine Person "mitleiden" kann ?
Ich meine es so; dass man in Stellvertretung oder noch besser formuliert "an einer bekannten Last, die eine andere Person trägt "mitleidet" - also "unbewußt" ?
Das man dieses Leid mitfühlt - aber nicht bloß aus der Sicht eines "außenstehenden" Mitfühlenden, sondern
so, als hätte man selbst diese Last zu tragen. Gibt es das ?
Und gibt es dann vielleicht auch dies, dass es der anderen Person hilft damit fertig zu werden ?
Nach dem Sprichwort: "geteiltes Leid, ist halbes Leid" ! ?
Oder ist das zu weit her geholt ?
Liebe Grüße
Pünktchen
P.S. Sorry, hab versucht den Beitrag noch nachträglich ins allgemeine Forum zu verschieben, damit er nicht unter Virtuellen Krug steht, aber es gelingt mir wiederholt nicht. Man möge es mir bitte nachsehen !



Funke - das ist der tägliche Kurzimpuls: kurz, knackig, geistreich, überraschend, humorvoll oder tiefgründig.





































































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Ich finde die Frage von pünktchen genial.
Denn genau dieses "stellvertretende" Leiden ist der virtuelle Krug! Anders ausgedrückt das "Schenken meiner Beiträge in den Krug" (mein Wasser) verwendet die Gottesmutter und bewirkt bei Jesus das Wandlungswunder (in Wein). Paulus hat es so ausgedrückt: "Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt." (Kol 1, 24)
Natürlich kann ich auch schöne Erlebnisse, Erfolge, Freude und nicht nur ein Leid oder ein Opfer in den Krug stecken! Das wirkt auch;-))
Was ich so schön finde am Krug ist, dass ich mit meinen mehr oder weniger kleinen Beiträgen etwas bewirken kann, wo oft menschlich nichts mehr möglich ist. Ich kann dadurch aus der Passivität herauskommen und werde vom "Zuschauer" zum "Mitgestalter".
Ich bin seit genaue einem Jahr im VH und mir hat der virtuelle Krug extrem viel gebracht. Ich gehe viel aufmerksamer durch den (Büro)Alltag und kann leichter hinter den alltäglichen Begegnungen, Aufgaben, Telefonaten usw die Begegnungen mit dem lieben Gott sehen. Man wird empfänglicher für die Anregungen, die er einem gibt...
fabrizio
"Herzen gewinnen - Schönstatt bauen"
Hallo Pünktchen!
während meiner Arbeit im Jugendamt habe ich oft festgestellt, dass Kinder hier viel sensibler sind "oft mittragen"... z. B. wenn Eltern Auseinandersetzungen hatten. So bemühten sich die Eltern dies nicht auszusprechen oder vor den Kindern auszutragen, diese spürten aber längst, dass etwas nicht stimmt... zeigten Auffälligkeiten...
In der systemischen Familienarbeit geht es oft darum, dass Gleichgewicht in Beziehungen wiederherzustellen..., so wird z. B. bei Aufstellungen deutlich, dass es manchmal seit Generationen Konflikte zwischen bestimmten "Rollen" gibt, die im Grunde nicht genau bekannt sind.
Wichtig finde ich, überhaupt ein Gespür dafür zu entwickeln, dass es Leid gibt und mitzufühlen, aber sich nicht dieses Leid auferlegen zu lassen, es einfach geschehen zu lassen. Es ist für mich anders, ob mich sage:"ja, das nehme ich an" oder ob ich ein "Kreuz" einfach auferlegt bekomme, weil es halt jemanden nehmen muß.
Ich glaube, dass jeder Mensch leidvolle Erfahrungen hat und dass diese auch zum Leben dazugehören, es lebenswert machen können, ( wie in der Musik - Kreuze erhöhen) sie können näher zu Gott führen. Leider auch weiter weg, deshalb finde ich es wichtig, in guten Zeiten Gottes Nähe bewußt zu spüren.., damit ich mich in schweren auch darin erinnere und vertrauen kann "er meint es gut mit mir.., aber auch ein Vater zieht sein Kind vom Feuer weg, wenn es `reinfassen möchte.. oder drängt es zum lernen, damit es eine gute Zukunft hat....
Ich glaube auch, dass der Krug eine gute Möglichkeit sein kann, um mit Leid oder Ohnmacht umzugehen. Ich schenke für..., was ich nicht tun kann, kann Gott...
Außerdem ist es eine Möglichkeit "aktiv" zu sein, nicht nur hilflos danebenzustehen, ...das Unangenehme mache ich ich jetzt für ....
Allerdings finde ich auch, dass es wichtig ist für sich Grenzen zu finden und klar zu haben, manches muß der"Leidende" selbst entscheiden, tun, ... Verantwortung übernehmen.
Also eher Mitgefühl zeigen als Mitleiden...
Leider finde ich es schwierig, darüber zu schreiben, was ich denke, sprechen ist einfacher...
Lieben Gruß Dir Monika
Ja, das gibt es! Und der "Krug" istr genau der selber Vorgang! Da gibt es diese geniale Predigt von Pater Busse zum Thema "Hochzeit zu Kana", in der das super erklärt wird: Die Diener füllen Wasser in Krüge, in denen das Wasser für die Reinigung war und das hat mit dem Wein eigentlich nichts zu tun und dadurch wird das Problem gelöst. Und so ist es auch in anderen Fälle: Ich mache etwas, erleide etwas für jemanden und durch Mithilfe der Gottesmutter und Jesus geht es bei dem Problem in Richtung Lösung und das ohwohl das eine mit dem anderen gar nichts zu tun hat.
Hertha
PS: Vielleicht gibt es diese Predigt doch als podcast (@Christine ich habe irrtümlich 'bloq' geschrieben)
Nichts soll dich ängstigen, nichts dich verwirren, alles vergeht. Gott bleibt derselbe. Geduld erreicht alles. Gott nur genügt. Basta (Teresa von Avila)