Hallo!
Traurig sehe ich schon auf Weihnachten, ich finde den Konsumwahn einfach schrecklich! Wir haben uns schon Gedanken gemacht, mit was wir unseren Sohn (21 Monate) an Weihnachten eine Freude bereiten möchten und haben uns für die "alte" Brio-Bahn von meinem Mann, die noch toll in Schuss ist, entschieden. Er liebt Züge. Das Geld wird in einen Kleinkinderschwimmkurs und Bademantel und -hose investiert. Nach und nach sprechen wir uns auch mit den Verwandten ab, wir möchten keine Kriegsspiele und nicht zuviele Elektronisches..auch finden wirs blöd, wenn er Sachen doppelt bekommt oder überhauft wird. Wer mehr Geld hergeben mag, dann entweder ins Sparbuch oder in eine Aktivität mit dem Kind...Einige halten sich dran, andere kaufen jetzt schon zig Sachen, machen ein Geheimnis draus und sagen nur "Wir haben schon soviele eingekauft, wir wissen nimmer, was alles dabei ist..."
Schade. Wir zelebrieren Weihnachten auch richtig, es ist ein zusammensein, zusammenfeiern, musizieren....Das bedeutet aber, dass wir am 24. zuhause bleiben und keine Verwandten besuchen, da es dort nur um Geschenke geht und auch nichts gemeinsam gemacht wird...Gerade mal essen, dann gibts die Geschenke und dann wird der Fernseher aufgedreht - fertig! ;-( Sie verstehen auch nicht, warum wir nicht am 24. kommen wollen (der ist uns sprichwörtlich "heilig") und fragen jedes Jahr..
Dabei freu ich mich immer wie ein kleines Kind auf Weihnachten - jedes Jahr. Trotzdem ich dem Kindesalter schon lange entwachsen bin! 
Wie ist das bei euch, wie löst ihr das?



Funke - das ist der tägliche Kurzimpuls: kurz, knackig, geistreich, überraschend, humorvoll oder tiefgründig.





































































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Schön hast du das geschrieben, Theresa!
Ich hab Gott sei Dank den Geschenkewahn eindämmen können - hab mich angeboten, um das Geld selbst etwas zu kaufen, so gabs dann dort etwas zum Spielen unter dem Christbaum und vom restlichen Geld konnte ich noch schöne, warme Kleidung kaufen bzw. etwas aufs Sparbuch legen. Schade finde ich trotzdem, dass es nur bei materialistischen Geschenken bleibt, mein Sohn würde sich sicherlich auch über eine Unternehmung freuen..
Oh ja, die Schenkerei, das Problem hatten wir auch schon. Vor allem als mein Sohn noch ein Einzelkind war und damit der einzige und allumfassende Lebensinhalt meiner Schwiegereltern. Was die an seinen ersten und zweiten Weihnachten dahergebracht haben, hat ihn völlig überfordert. Zusätzlich haben sie eine zeitlang noch jeden Samstag und Sonntag irgendeinen Ramsch vom Flohmarkt gebracht, es war zum Verzweifeln. Es hat dann nur geholfen, dass wir ganz rigoros gesagt haben, dass wir das nicht wünschen- mehrfach, und es hat uns nicht grad beliebt gemacht. Klar, war es gut gemeint, aber gegen jede Einstellung zum Materiellen, wie wir es uns als Eltern vorgenommen hatten. Seither ist es besser, und es hat sich sowieso ein bisschen ausgedünnt, weil wir ja jetzt auch noch zwei Mädels dazu haben.
Meine Schwiegermutter sagt mir jetzt meist kurz vor Weihnachten, was sie den Kids so in etwa zu schenken gedenken, ob das wohl passt. U. a. sind da meistens von ihr selbt handgenähte Puppenkleider dabei, was total toll ist, weil die Sachen eigentlich unbezahlbar sind und ich dafür so überhaupt kein Händchen habe.
Von meiner Mutter kriegen die Kids (und auch wir) traditionell Geld, weil meine Eltern schon immer gesagt haben, so alt wie sie sind, wissen sie sowieso nicht, was bei den Kids grad 'in' ist und daher sollen sie sich irgendwann mal was kaufen, was sie wirklich wollen. Super Lösung, finde ich.
Und bei den Paten ist es so, dass das Patenkind halt meist was Größeres kriegt (mein Sohn hat noch dazu am 26.12. Geburtstag); die Patin meiner Tochter z. B. meldet sich das ganze Jahr über nie, aber kurz vor Weihnachten ruft sie an, um sich nach ihrer Kleidergröße zu erkundigen und dann geht sie in ein Edelgeschäft und kauft ihr irgendein total teures und schönes Outfit. Nachdem wir selber eher wenig Geld in Keidung investieren und meine Mädels auch sehr viel nachtragen, ist dieses weihnachtliche Kleidungsgeschenk etwas, worauf meine Tochter sich schon das ganze Jahr über freut.
Wir haben es auch so geregelt, dass wir den 24.12. alleine verbringen. Nachdem mein Vater letztes Jahr gestorben ist, wollten wir meine Mutter einladen, aber sie ist ziemlich eingebettet in ihre Kirchengemeinde und hat fixe Vorstellungen von ihren Weihnachten, dass sie meinte, wir sollen nicht bös sein, wenn sie lieber alleine bliebe.
25.12. und 26.12. gehört meist Verwandtenbesuchen; aber es ist auch schon passiert, dass diejenigen auf Urlaub waren zu der Zeit und wir die Weihnachtsfeiertage einfach ruhig und gemütlich zu Hause verbracht haben.
Mein Mann und ich schenken uns gar nix.
Auch ohne Geschenke LIEBE ich die Advents- und Weihnachtstage noch immer gleich wie in meiner Kindheit: irgendwie scheint mir, in dieser Zeit ist der Himmel offen (naja, klar, wenn wir im Advent doch singen: 'O Heiland, reiß die Himmel auf!'
Theresa
Gott kann auch auf krummen Zeilen gerade schreiben.
Das mit dem EINEM Geschenk hab ich letzte Woche lang diskutiert und bis auf einem klappts jetzt überall - der Rest wird gespart. Trotzdem unser Sohn dann von uns und den anderen "nur" ein Geschenk bekommt, kommt eh einiges zusammen,..denn davor ist Nikolo und im Advendkalender finden sich auch Überraschungen..
Ich spende immer wieder - manchmal werden nette Sachen (Spielsachen, Geschenksverpackung, Karten...) angeboten, wo ein Teil des Erlöses an ein Hilfsprojekt geht. Oder ich kauf im EZA - Laden, der nicht billig ist, aber ab und zu ists ok und die Sachen sind traumhaft schön und es haben auch noch andere Menschen etwas davon.
Und mal ehrlich, uns gehts wirklich gut, wir können unserem Sohn Essen, Kleidung, Unterkunft,... bieten ohne uns Sorgen machen zu müssen, da kommts auf ein Spielzeug weniger nicht an..
Wir feiern Weihnachten auch in unserer Familie, spielen mit den Kindern das Weihnachtsgeschehen nach, beten und singen miteinander, freuen uns über die Geschenke, spielen und essen miteinander.
Am 25. und 26. gibt es meist Verwandtschaftsbesuche. Wir haben beide Geschwister, die gerne unseren Kindern etwas schenken möchten. Das war uns irgendwann zuviel an Spielzeug und seit letztem Jahr haben wir es so geregelt, dass nur die Paten ihren Patenkindern etwas schenken, von den Omas bekommen alle nur EIN Spielzeug/Geschenk und von uns möglichst auch nur EIN Geschenk.
Ich habe eine Freundin, da hat sich die Familie ausgemacht, anstatt der Geschenke gemeinsam für einen guten Zweck zu spenden. Das find ich wunderbar, haben wir aber noch nicht geschafft. Aber was nicht ist, kann ja noch werden...