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Stillen und Zufüttern

Datum4 Januar, 2010 - 18:40 – Haus Fürlinger

Hallo ihr Lieben,
Eigentlich müsste ich es ja schon besser wissen, schließlich ist Lena schon unser zweites Kind. Trotzdem wollte ich mal nach Erfahrungen bezüglich Stillen und Zufüttern hören.
Wie lange habt ihr gestillt?
Wann ging es mit dem Zufüttern los?
Selbst gekocht oder Gläschen?

Bei Georg war es so, dass ich ihn vier Monate voll gestillt habe, dann habe ich begonnen mit Karottenbrei, ... zuzufüttern. Da ich gehört hatte, dass Brei am Abend die Kinder durchschlafen lässt, habe ich das auch probiert. Es hat wirklich funktioniert, allerdings war es mit dem Stillen aber bald vorbei.
Mit Lena soll es anders werden: ich denke ich werde sie voll stillen bis sie sechs Monate alt ist und dann schön langsam zufüttern. Ich hoffe, dass es dann mit dem Stillen gut funktioniert und ich weitermachen kann bis zum Herbst (unter anderem auch weil wir vorhaben zweimal ins Ausland zu fahren und es viel praktischer ist einfach zu stillen als mit Pulvermilch "herum zu wurschteln").

Bin scho9n neugierig auf Erfahrungsberichte.

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Jenny
"Lass andre ihre Wege gehen, bleib treu dem Ideal, es macht aus dir ein Original."
P. Kentenich

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Familie Quan hat
Familie Quan hat geschrieben:
Manuela hat geschrieben:

Brot hab ich erst später gegeben, wegen der Gluten hab ich das erst mit 10 Monaten gegeben. Viel Spaß beim Experimentieren! 8)

Nach den neuen Beikost-Empfehlungen hat sich aber auch das geändert. Aktuell wird empfohlen, dass man zwischen dem 5. und 7. Monat kleine Mengen glutenhaltige Lebensmittel gibt.
http://www.eltern.de/baby/gesundheit-und-ernaehrung/allergierisiko.html
Ganz schön schwierig, wenn sich solche Empfehlungen immer wieder ändern.

die neue Leitlinie geht unter anderem auf eine große Studie in Deutschland zurück.
in dieser wurde festgestellt, dass Kinder die zwischen dem 5 und 7 Monat auch mit glutenhaltigen Lebensmittlen gefüttert werden, seltener die Zöliakie (Glutenunverträglichkeit im Darm) entwickeln als Kinder die fürher oder später mit den glutenhaltigen Lebensmitteln anfangen. Ich war letztes Jahr zu diesem Thema auf einer Fortbildung und fand dass meist das BAuchgefühl der Mütter richtig ist. Denn viele Mütter fangen in diesem Alter mit den ersten Keksen an - die sich gut halten lassen oder eben mit einem Brötchen...
Ich denke, einfach relaxter das ganze angehen Eye-wink

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Der Herr, dein Gott, hatte dich reich gesegnet bei der Arbeit deiner Hände.
Dtn 2,7

Manuela hat
Manuela hat geschrieben:

Brot hab ich erst später gegeben, wegen der Gluten hab ich das erst mit 10 Monaten gegeben. Viel Spaß beim Experimentieren! 8)

Nach den neuen Beikost-Empfehlungen hat sich aber auch das geändert. Aktuell wird empfohlen, dass man zwischen dem 5. und 7. Monat kleine Mengen glutenhaltige Lebensmittel gibt.
http://www.eltern.de/baby/gesundheit-und-ernaehrung/allergierisiko.html
Ganz schön schwierig, wenn sich solche Empfehlungen immer wieder ändern.

Jonas hatte gestern zum ersten Mal ein Stück Birne in der Hand. Da war er noch sehr skeptisch und hat es nur vorsichtig an die Lippen genommen, obwohl er sonst alles in den Mund steckt und darauf herum beisst. Heute hat er dann schon etwas mutiger an einem Stück Brot herum gelutscht.
Es ist einfach spannend, ihn dabei zu beobachten.

Hallo! Eine Saugverwirrung

Hallo!

Eine Saugverwirrung ist in dem Alter auch sehr unwahrscheinlich. Probier einfach mal, es gibt Becher/Trinklernbecher...meiner wollte nur bestimmte Trinkbecher..es geht am Anfang ja eh darum, das Kind an das Trinken zu gewöhnen und nicht darum, dass da Kind tatsächlich etwas trinken muss! Eye-wink

Fingerfood kann alles mögliche sein: Maisbällchen, -stangerl, Reiswaffeln, Maiswaffeln, Buchweizenbrötchen, Amaranthpops, verschiedenes geschnittenes Obst (Apfelstückerl mit Zim) und Gemüse, Erdäpfelspalten ausm Backrohr (die hat meiner geliebt Smiling ) ich hab dann auch mal Süßkartoffel genommen.... wie Backrohrpommes nur selbst gemacht Smiling Erdäpfel hab ich auch nur mal gekocht, geviertelt und Petersilie drüber - das hat er auch leicht greifen und beißen können.
Brot hab ich erst später gegeben, wegen der Gluten hab ich das erst mit 10 Monaten gegeben. Viel Spaß beim Experimentieren! Cool

liebe Jenny in diesem Alter

liebe Jenny

in diesem Alter ist eine Saugverwirrung eher unwahrscheinlich. Aber um ganz sicher zu gehen, kannst du ihr das Trinken ja im Becher oder mit dem Löffel geben. Wobei sie, wenn du sie noch viel stillst, bei der Kälte nicht unbedingt zusätzliches Trinken braucht.
zum fingerfood - das kann ja auch eine Kante Brot oder Brötchen sein

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Dtn 2,7

Ein kleines update

Ein kleines update meinerseits:
Lena wird am 23.März 6 Monate alt.
Seit Freitag gebe ich ihr Karottenbrei und es klappt ganz gut. Sie lacht mich an und sieht Essen scheinbar als Spiel Smiling . Ich habe ein paar Tage früher begonnen als geplant, ich habe gemerkt der Zeitpunkt würde jetzt passen, also, probieren wir es aus ... Es ist noch ein ziemliche Patzerei, aber es geht doch schon einiges in den Mund (und bleibt dort). Fingerfood mäßig habe ich mir gedacht werde ich vielleicht mit Bananen beginnen (kann man gut greifen). Natürlich stille ich noch fleißig.

Eine Frage: momentan ißt Lena ca. 2TL Karottenbrei - reicht es wenn ich stille oder sollte ich ihr noch Wasser oder Tee reichen (ich möchte nur nicht, dass sie eine Saugverwirrung bekommt und abstillt)?

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Jenny
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P. Kentenich

Hallo! Ich habe meinen Sohn

Hallo!

Ich habe meinen Sohn 6 1/2 Monate voll gestillt und dann mit Beikost begonnen. Ich hab damals das Buch "Babyernährung gesund und richtig" von Gabi Eugster empfohlen bekommen und war davon sehr begeistert. Ich hab einen Mix aus Brei und Finger Food gemacht - ganz nach dem Geschmack meines Sohnes und so wie´s sich auch einfach ausgegangen ist. Er stillt im Moment noch (2 Jahre) ißt aber schon lange am Familientisch mit...Er hat nie Milchflascherl bekommen, hab ihm am Anfang Wasser oder Kräutertees im Flascherl zum Essen gereicht, mit dem 1. Geburtstag hab ich dann auf einen Trinklernbecher gewechselt und er mag Kräutertees noch immer!

Die Empfehlung von deiner Kinderärztin schockiert mich (mache gerade die Ausbildung zur Stillberaterin) allerdings, da es ganz klare Richtlinien bezüglich Stillen gibt. Wenn eine Mutter sich dazu entscheidet, früher zuzufüttert, ist das etwas anderes (und für mich voll ok), als eine Ärztin - die WHO empfiehlt 6 Monate voll zu stillen und erst im 7. Monat mit Beikost zu beginnen.
In den letzten Monaten/im letzten Jahr ist immer mehr Finger food/Baby led weaning dazugekommen finde ich spannend, verfolge das auch etwas mit Smiling Ist mal ein ganz anderer Gedanke als automatisch den HIPP-Brei zu geben, hm?! Eye-wink Ich war am Anfang auch eher "Breifixiert" bis ich gesehn/gelesen hab, dass es auch noch etwas anderes gibt!

Ich hab bis ende Vierter

Ich hab bis ende Vierter Monat voll gestillt und danach mit zufüttern begonnen, Samuel ist und war essenstechnisch frühreif. Er war Motorisch schon länger soweit das er sich die Dinge selbständig in den Mund genommen hat und darauf rumgekaut hat. Es ging alles ganz problemlos nur manche Dinge die anscheinend alle Kinder vertragen hatten bei ihm eine andere Wirkung von Bananen hatte er ständig Durchfall also haben wir die Bananen erst mit 13 Monaten wieder probiert und siehe da es geht nun Wunderbar. Marillen machten bei ihm Verstopfung und Birnen die den Stuhlgang auflockern sollten haben bei ihm auch eher gestopft. Gestillt haben wir wenn Samuel wollte nur ab dem 10 Monat konnte ich nicht mehr und hab in der Nacht nicht mehr gestillt doch am Tag durfte er so viel haben wie er wollte und mit seinem Geburtstag haben wir dann komplett abgestillt. Wir haben die Gläschen alle Selber gemacht. Wir kriegen die GemüseKiste vom Biobauern heim geliefert das ist Total Praktisch, da gibt es auch die Mutter Kind Kiste für Stillende Mütter bzw Beikostkinder. Da kriegst du dann keine Blähenden Sachen und nur dinge die du auch essen darfst das macht das selber Kochen leicht.

Inzwischen isst Samuel selbst mit dem Löffel ausser wenn er müde ist dann spielt er nur mit dem Essen dann füttern wir ihn noch.

Ich denke das es die Gemüse Kiste nicht nur in Vorarlberg und Tirol gibt sondern auch anderswo fragt vielleicht mal nach.

Liebe Grüße

Angelika

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Bei denen die Gott lieben führt Gott alles zum Guten. Röm 8,28

@Karin und Martina: danke

@Karin und Martina: danke für die Erfahrungsberichte. Ich denke ich werde Lena stillen solange es uns Freude macht, und den Beikoststart werde ich ganz gelassen angehen.
Vielleicht mache ich auch so einen Mix von Brei und festeren Essen und beobachte Lena einfach, was sie lieber ist. Auf keinen Fall möchte ich wie bei Georg nach einem gewissen Schema vorgehen und mich sklavisch daran halten. Diesmal möchte ich noch viel mehr auf mein Kind, als auf irgendwelche Richtlinien, achten.

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Jenny
"Lass andre ihre Wege gehen, bleib treu dem Ideal, es macht aus dir ein Original."
P. Kentenich

Liebe Jenny! Ich habe (fast)

Liebe Jenny!

Ich habe (fast) alle meine Kinder ein halbes Jahr voll gestillt. Zwei Kinder wollten nur bis zum neunten Monat gestillt werden (Rosa und Michael). Sie haben von einem Tag zum andern nur mehr fest essen wollen. Alle anderen wurden bis zum ersten Geburtstag gestillt. Zufüttern war nur zum Spaß, ernstes Essen war nur das Stillen. Franziska hat noch mit sechs Jahren getrunken (erste Klasse Volksschule). Sie musste jeden Abend vor dem Zubettgehen heimlich (unentdeckt von den Geschwistern) ein "Brustitrinki machen". Robert trinkt noch immer (3 1/2), Elisabeth trank mit Michael mit. Im Allgemeinen ist es so, dass das vorletzte Kind mit dem Säugling ein wenig mittrinkt. Dies ist manchmal ein Kampf, da ich freilich nur nach dem Jüngsten trinken lasse.

LG Martina

Also ich habe beide Babys 6

Also ich habe beide Babys 6 Monate voll gestillt - wurde mir auch von Kinderarzt, Hebamme, Stillberaterinnen, etc. empfohlen. Dann hab ich mit Brei begonnen, beide Male mit selbstgekochtem Kürbisbrei. Ich hab den Zwergen Zeit gelassen, das hat eine ganze Weile gedauert, bis sie wirklich etwas größere Mengen gegessen haben. Daneben hab ich weiter gestillt. Für Sarah hab ich immer selbstgekocht, Sophie hat nachdem ich keinen Kürbis mehr bekommen habe weder meinen Zucchini- noch meinen Karottenbrei gegessen. Ich hab dann die neuen Nestle Naturnes ausprobiert und die verschlingt sie förmlich. Werde ihr aber trotzdem immer wieder Selbstgekochtes anbieten, damit sie den Geschmack von frischgekochtem auch kennt. Und als Fingerfood gibt's natürlich auch Frischkost ...
Dass deine Kinderärztin meint, du solltest vor 6 Monaten mit Beikost anfangen finde ich seltsam - in all meinen Büchern steht, dass 6 Monate voll stillen das Beste ist. Abgesehen davon ist es ja auch kein Problem, wenn die Babys sich nicht total auf den Brei stürzen - das kann ja auch ein bisserl dauern, bis sie sich darauf einstellen und deshalb verhungern sie ja nicht gleich. Das mit dem Fleisch hab ich auch schon gehört/gelesen, da geht es sicher ums Eisen. Die Eisenvorräte der Babys sollen ja mit ca. 6 Monaten zu Neige gehen, deshalb brauchen sie übers Essen Eisen. Allerdings muss es nicht unbedingt Fleisch sein, kann auch Getreide sein.
Das mit dem Mitessenlassen am Familientisch hab ich auch schon öfter gehört. Ich kombiniere da bei Sophie ein bisserl. Den Brei, weil ich das Gefühl hab, dass Sophie (inzwischen 8 Monate) damit satt wird und etwas zum in die Hand nehmen, damit sie das auch kennenlernt.
Ich glaub auch, dass wir Mütter ganz gut spüren, was die Kleine brauchen, nur die vielen Ratschläge oder fast schon Befehle rund um uns irritieren uns.
Liebe Jenny, alles Gute bei den Entscheidungen für den Beikoststart!
Karin