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Haus Pichler
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Kleinkind + Quenglen + Rückschritte

So, wieder eine Frage von mir:
unsere Sarah (fast 3) hat momentan eine Phase, in der sie wieder ständig den Schnuller will (vorher hatte sie ihn nur mehr zum Einschlafen), viel quengelt - oft einfach so, ohne, dass ich weiß warum, viel Körperkontakt braucht (den ich ihr natürlich möglichst immer geben will), in Spielgruppe, etc. wieder mehr bei mir bleibt, obwohl sie schon total viel mit den anderen Kindern gespielt hat und mich kaum mehr gebraucht hat. Außerdem führt jedes "Nein" zum totalen Trotzanfall - Gebrüll, Weinen, weinen, weinen - und das nicht nur 10 min, sondern bis zu 1 Stunde.
Ich versuche mich möglichst viel mit ihr zu beschäftigen - Qualitätszeit nur mit ihr, ohne Sophie, gibt es aber nur wenig, weil Michael momentan viel weg ist. Die vielen, vielen Trotzanfälle und das Gequengel zerren total an meinen Nerven, ich bin schon so k.o.
Gestern hab ich dann mal ganz klar und deutlich und eine Spur schärfer gesagt: "Ich will das jetzt nicht, wir machen jetzt das." Dazu sehr ernster Blick. Da ging es dann.
Ich bin aber hin und her gerissen. Grenzen setzen ist mir schon klar, aber wie streng muss/darf ich sein?
Ist es ok auch mal mit mehr Nachdruck zu reagieren. Kann ich mal sagen, jetzt halte ich dein Gequengel nicht mehr aus und vielleicht auch den Raum wechseln?
Wie macht ihr das?
Bin um jede Erfahrung/Anregung froh!
Karin

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Lieben lernen!

Kategorie(n):
Annette
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Unsere Jüngste ist fast

Unsere Jüngste ist fast vier und hat im Moment auch so eine ähnliche Phase.
Ich bin bei ihr etwas gelassener, weil solche Zeiten bei unseren Großen immer eine Zeit der sprunghaften Entwicklung waren und dann so plötzlich wieder aufhörten, wie sie gekommen waren, aber trotzdem schicke ich sie -wie die Geschwister früher- nach nebenan, wenn ich selbst mal kurz vor dem Explodieren stehe.
Und das auch nicht nur "eine Spur schärfer", sondern sehr deutlich.
Sie soll dann die Tür zumachen und sich ausquengeln, dann darf sie wiederkommen. Es ist erstaunlich, wie oft sie schon auf dem Weg zur Tür sagt "Ich bin fertig", sich die Augen wischt und fünf Sekunden später über irgendetwas herzlich lacht.
Ansonsten versuche ich, ihr bei den meisten Sachen ihren Willen zu lassen. Meist sind es ja Dinge, die mir im Grunde egal sein können. Pulloverfarbe, Brotaufstrich, selbst Zähne putzen und Helm aufsetzen und so...
-Ich habe selbst nur eine begrenzte Nervenkraft und die soll auch noch nicht völlig weg sein, wenn die Kinder groß sind. Also muß ich sie einteilen und schonen. Und das muß auch meine gerade unzufriedenes Kind merken dürfen. Woher sollen sie es sonst wissen,wie es ist,wenn man jemanden echt nervt??
Ah-während ich schreibe,höre ich sie unten schon wieder heulen, weil ihre Schwester jetzt Petterson und Findus spielen will, nicht mehr den kleinen Bären. -
ALSO- hilft nicht direkt, aber mein Mit-Gefühl hast Du augenblicklich in vollem Umfang!! Eye-wink
A.

julia
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Liebe Karin, ich kann dir

Liebe Karin,
ich kann dir nur die Bücher von Jesper Juul empfehlen. Z.B. "Nein aus Liebe".

Julia

Philothea
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liebe Karin Ja du darfst

liebe Karin
Ja du darfst auch sagen: Das halt ich nicht aus. Denn wenn du es wirklich nicht aushälst wirst du irgenwann niemandem mehr gerecht. Es ist wichtig dan Kindern auch mal zu sagen auch die Mama braucht dieses oder jenes auch die Mama hat manchmal Ruhe notig.....
Ich denke Sarah ist mit zweierlei beschäftigt.
Einmal ist zwischen zwei und drei die erste Abkoppelungsphase, da werden sie eigenständiger, wollen selber etc. und auf der anderen Seite realisiert sie wahrscheinlich dass Sophie eine echte "Konkurenz" ist udn da versucht sie möglichst vie Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Das mit dem Schnuller und dem anhänglich sein weist m.E. darauf hin. Denn sie merkt die Kleine (mit Schnuller und viel öfter bei Mama auf dem Arm) bekommt ihrer Meinung nach mehr Zuwendung. Was so nicht unbedingt stimmt aber es ist ihre Sicht.
und wenn sie wieder klein ist (Schnuller...) dann bekommt sie (aus ihrer Sicht) vielleicht auch wieder noch mehr Zuwendung.
Deswegen ist es wichtig auch deutlich und nachdrücklich Grenzen zu setzen. Kinder wollen das und probieren solange aus bis die Grenze kommt.
Und Grenzen sind auf der einen Seite streng aber geben auf der anderen Seite Sicherheit und Vertrauen. Deswegen ist auch der nachdruck erlaubt. Kinder merken oft, wie ernst der Erwachsene es meint deswegen ist der strenge Blick und die Spur schärfer auch ok, denn sie signalisieren, dass es dir wirklich ernst ist.

Wenn sie dann sich beruhigt hat, dann würde ich eine extra zeit einbauen, aber erst dann. Denn sie merkt sich dann, dass wenn sie ruhiger ist es besser geht. (positive Rückkopplung)
Hoffe ich konnte ein wenig helfen.

ich hab es bei meinen Kindern auch so gemacht und sie sind heute sehr ausgeglichen (meist, wenn nicht gerade die Pubertät durchschlägt Eye-wink )

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Der Herr, dein Gott, hatte dich reich gesegnet bei der Arbeit deiner Hände.
Dtn 2,7