Mich beschäftigt derzeit eine Frage sehr: Sarah wird im Mai drei Jahre alt und ich überlege, ob es sinnvoll ist, sie für Herbst zum Kindergarten anzumelden.
Eigentlich hatte ich vor, sie erst mit vier zu schicken. In den letzten Wochen hat sie aber einen enormen Entwicklungsschub gemacht und ist so selbstständig geworden, dass ich nur staunen kann. Sie will nicht nur alles alleine machen, sie braucht mich auch kaum mehr als Rückhalt, wenn wir bei anderen Kindern, in der Spielgruppe, etc. sind. Sie bewegt sich dort ganz sicher und sucht total den Kontakt mit anderen Kindern und auch deren Eltern. Keine Scheu, keine Unsicherheit. In der Spielgruppe singt und turnt sie, sitzt bei den Kniereitern auch gerne bei den Gruppenleiterinnen am Schoß und schaut sich kaum mal nach mir um. Sie liebt es zu singen, zu basteln, zu spielen. Und sie will immer mit Gleichaltrigen zusammen sein - sie geht bei uns alleine zu unserer NAchbarin und bleibt dann dort, um mit deren Tochter zu spielen, will gar nicht mehr heimkommen ...
Deshalb überlege ich jetzt, ob es für sie vielleicht gut wäre, wenn ich sie für den Kindergarten anmelde. Es ist natürlich nicht so leicht abzuschätzen, wie es in einem halben Jahr ausschauen wird und ich will sie keinesfalls überfordern (allerdings kann ich sie im Herbst ja auch wieder rausnehmen, wenn es nicht klappt) , aber die Anmeldung muss jetzt erfolgen ...
Wie habt ihr das entschieden, welche Überlegungen habt ihr angestellt?
Bin schon gespannt, wie das bei euch war!
Karin



Funke - das ist der tägliche Kurzimpuls: kurz, knackig, geistreich, überraschend, humorvoll oder tiefgründig.





































































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Hallo, hier noch unsere Erfahrungen:
Unser Lukas kam 2 Monate vor seinem 3. Geburtstag in den Regelkindergarten, und gleich in die "normale" Gruppe (normalerweise geschieht das um den 3. Geburtstag herum). Die Eingewöhnung ging etwa 2 Wochen und es ging sehr gut (die Oma ist immer mit ihm hingegangen, weil ich ja arbeiten musste).
In der ersten Zeit wollte er aber nachmittags noch nicht in den Kindergarten gehen - da ist viel weniger los, und wahrscheinlich hat es vormittags einfach gereicht (so ca von 8:30 bis 12.30 Uhr). Nach ca 1/4 Jahr haben wir es nochmal mit dem Nachmittag versucht - und es hat viel besser geklappt.
Lukas geht jetzt also 5x die Woche am Vormittag (so ca von 8:30 bis 12:30 Uhr) und 3x die Woche am Nachmittag (2 Stunden) in den Kindergarten. Und es ist alles bestens.
Es kommt sicher auch auf die Erzieherin an, wie gut es die zwei miteinander können, und auch auf die Rahmenbedingungen und das Kind selbst. Bei uns hat es einfach gepasst.
Bei uns hat sich die Frage zumindest bezügl. Kindergarten gar nicht gestellt, da hier in der Schweiz mit dem Kindergarten die Schulpflicht beginnt. Zwei Jahre KiGa sind also verpflichtend und je nach Geburtstag kommen die Kinder somit entweder mit Ende 4 oder Anfang 5 in den KiGa. Benjamin und Lea waren bzw. sind also zu KiGa-Beginn beide 5 Jahre alt gewesen.
Wir haben unsere Kinder aber mit jeweils drei Jahren in einer Waldspielgruppe angemeldet. Dort gingen/gehen sie einen Vormittag pro Woche hin.
Bei Benjamin haben wir erlebt, dass es für ihn - obwohl ja schon 5 - anfangs sehr anstrengend war, jeden Tag den ganzen Vormittag im Kindergarten zu verbringen. Mit der Zeit hat sich das aber gegeben.
Auch der Waldspielgruppen-Vormittag hat recht viel Energie unserer Kinder verbraucht. Sie haben danach oft einen Mittagsschlaf gemacht, obwohl sie das eigentlich normalerweise nicht mehr gemacht haben.
Mehr krank waren unsere Kinder eigentlich nicht.
Wir sind schon gespannt, wie es wird, wenn ab diesem Herbst wieder Veränderungen für unsere Kinder anstehen: Benjamin kommt dann in die Schule, Lea in den Kindergarten und Selina darf dann einmal pro Woche in die Waldspielgruppe...
Bei uns begannen Hanna und Benedikt mit 3 Jahren. Die Eingewöhnung hat eine Woche gedauert. Anfangs waren sie so begeistert, dass sie mittags nicht mehr nach Hause wollten. Nach ein paar Wochen kam dann eine kurze Phase, wo sie nicht im Kindergarten bleiben wollten. Außerdem begann mit Kindergartenbeginn die Zeit, wo sie sehr oft krank wurden. Bei Hanna: ca. 2 Wochen Kindergarten, 2 Wochen krank.
Lea hat jetzt mit 2,5 Jahren begonnen. Sie hat sich extrem schnell eingewöhnt. Sie kannte die Trennung ja schon ein bisschen von der Tagesmutter. Es gefällt ihr sehr gut und sie ist stolz, jetzt auch ein Kindergartenkind zu sein.
Mein Sohn ist ein Dezemberkind und war schon fast fünf, als er in den KiGa gekommen ist- er hatte dann noch zwei volle Jahre. Für ihn war es ein harter Einstieg, aber absolut notwendig, da er extrem schüchtern und ängstlich war..... ich musste auch drei Wochen mit ihm dort bleiben, dann ging es. (Inzwischen hat sich das Schüchternheitsproblem glücklicherweise gelöst, und ich kann nicht sagen, wie froh ich deswegen bin.) Ich denke, es war der richtige Zeitpunkt für ihn und alles frühere hätte ihn wohl überfordert.
Anders seine Schwestern, die natürlich über den älteren Bruder das ganze schon kannten und dann beide selbst bestimmt haben, wann sie jetzt gehen wollten- jeweils früher, als ich mir das so in der Theorie vorgestellt hatte. Meine Große war vier, als ich sie einmal zum Schnuppern hingeschickt habe und sie dann zur Kindergärtnerin gesagt hat: 'Darf ich morgen wiederkommen und übermorgen und immer?' Glücklicherweise war grad ein Platz frei und sie durfte wirklich.
Die Kleine war dann mit ein bisserl mehr als drei Jahren nicht mehr zu halten, weil sie es leid war, ihre großen Geschwister jeden Morgen losziehen zu lassen und ihr war zu Hause immer mehr langweilig. Und es gab seit ihrem Start keinen Tag, an dem sie nicht mit Begeisterung hingegangen wäre.
Unsere Kindergartengruppe ist auch recht groß, meistens so an die 23, 24 Kinder, aber wir haben das Glück, dass es sich noch um eine recht gut organisierte, straffe Pädagogik handelt (also keine ständige freie Entscheidung der Kinder, wann wer was macht und ob und wann wer seine Jause isst), das tut den Kindern gut und es ist meistens eine sehr ruhige, ausgeglichene Stimmung in der Gruppe (so dass wir Eltern sagen, so ruhig hätten wir es zu Hause gerne mal). Außerdem handelt es sich- oh Wunder- noch um einen reinen Vormittagskindergarten, ich denke, das trägt auch zur Ruhe bei, weil die Kinder nicht so elendiglich lange dort sein müssen, das ist für Vorschulkinder ja doch ein Stress.
Meine Mädels hatten auch den Vorteil, dass das jeweils ältere Geschwisterkind noch im Kindergarten war und es somit nicht alleine war und sich, vor allem anfangs, ein bisserl im Windschatten des Großen eingewöhnen konnte...
Insgesamt kann ich nur sagen, dass die Kinder den Kindergarten lieb(t)en und sehr profitiert haben. So ein vielfältiges Programm hätte ich ihnen zu Hause nie bieten können, und das Zusammensein mit ca. Gleichaltrigen ist sowieso unbezahlbar.
Gott kann auch auf krummen Zeilen gerade schreiben.
meine Tochter Agnes ist ja im April geboren und ihr hat es gut getan mit 3 1/2 Jahren in den Kindergarten zu gehen. Und das obwohl sie eher zu den schüchternen gehört.

Allerdings würde ich nicht mit zu viel Stunden anfangen - weiß nicht wie das bei euch geregelt ist.
Denn eine Gruppe mit 25 Kindern ist schon was anderes wie eine kleine Gruppe - da werden Kinder leichter überfordert. Weiß auch nicht ob bei euch die Gruppen so groß sind. ich finde 25 Kinder arg viel. Aber meine beiden haben den Kindergarten super schön gefunden, Daniel war gerade drei als er in den Kindergarten kam - allerdings war ja seine Schwester und eine Cousine im gleichen Kindergarten, wodurch das einleben leichter wurde.
Aber meine Erfahrung ist ja auch schoin ein paar Jahre her
Der Herr, dein Gott, hatte dich reich gesegnet bei der Arbeit deiner Hände.
Dtn 2,7
Georg wird im Oktober drei Jahre alt und wir standen vor der gleichen Frage: Kindergarten - ja oder nein.
Wir haben ihn jetzt doch für Herbst 2010 angemeldet, aus mehreren Gründen:
- er spielt gerne mit Gleichaltrigen
- hat ein sehr gutes Ohr für Musik und singt gerne
- er ist auch schon motorisch recht geschickt
- ich merke, dass ihm manchmal ein bißchen langweilig wird (vor allem bei grauslichem Wetter, wenn wir nicht rauskommen), also würde etwas Abwechslung auch nicht schaden
Wir haben ihm den Kindergarten mehr oder weniger als Spielgruppe "verkauft". Es scheint ihm auch gut dort gefallen zu haben, als wir den Kindergarten das erste Mal angesehen haben.
Magdalena wird wahrscheinlich schon im Herbst 2011 hingehen, sie ist dann zwar erst zwei aber meine Karenz ist dann vorbei.
Beide Kinder werden vorraussichtlich nur bis Mittags dort sein; außerdem möchte ich ihnen eine längere Zeitspanne zum Eingewöhnen ermöglichen, sodass sie sich nicht irgendwie "abgeschoben" vorkommen.
Jenny
"Lass andre ihre Wege gehen, bleib treu dem Ideal, es macht aus dir ein Original."
P. Kentenich