"Jedes kleine Ereignis unseres Lebens ist ein Gruß des Vaters" sagt Pater Kentenich - oder:
"Ich weiß: Was der liebe Gott mir schickt, das ist für mich jeweils das Beste." - oder:
"Denken wir daran, dass alles, was uns zustößt, im Plane steht, dass es seinen bestimmten Grund hat, selbst, wenn es uns im Augenblick wehtut."
Und auch noch weitere ähnlich lautende Sätze habe ich hier im Power-Impuls finden können - aber ebenso anderswo...
Zu dieser Grundhaltung möchte ich gerne mal eine etwas (bewußt) "provokative" Frage stellen:
"Ist alles "Leid" von Gott gewollt ?" "Und ist das ganze Leben eines Menschen von vornherein bereits vorbestimmt ?"
Mal überspitzt formuliert: "Ist der im Leben spätere Mörder bereits von Geburt an dazu verurteilt ein Mörder zu werden ? Und seine Kinder dazu verurteilt in der Gesellschaft daraufhin verachtet und ausgestoßen zu sein ?"
Wie würdet ihr diesen Kindern später die oben genannten Zitate erklären ?
Oder wie soll ich einer jungen Frau mit Beziehungsängsten erklären, warum sie als Kind vom Vater und seinen Bekannten sexuell mißbraucht wurde ?
Wie soll ich einer anderen jungen Frau erklären, dass sie aufgrund des Alkoholkonsums ihrer Mutter
lernbehindert bzw. leicht geistig behindert ist ? (Insofern sie überhaupt in der Lage ist, solche Erklärungen zu verstehen).
Wisst ihr was ich meine ?
Wo bitte, kann dieser Mensch in der Lage sein - bei alle dem und mit alle dem zu sagen: "Und dein Wille geschehe !" (??)
- Oder wie sonst sind solche Aussagen zu verstehen, dass ALLES was einem geschieht Gottes Wille ist !? -
Und man selbst ist dazu aufgefordert "es" anzunehmen !! ??
Manch eine/r ist an einem solchen Schicksal schon zerbrochen !
Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden - ich bin weder ein Zyniker, noch ein Glaubensanfechter...
höchstens eine Fragende und Antwort-Suchende !!
Gruß
Patty



Funke - das ist der tägliche Kurzimpuls: kurz, knackig, geistreich, überraschend, humorvoll oder tiefgründig.





































































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Seit vielen Jahren gebe ich als Antwort auf die Frage nach dem "Warum" nur die Gegenfrage "Warum denn nicht?" "Wer hat uns ein Leben in Glück, Harmonie und Schmerzlosigkeit versprochen?" Ich weiß, dass das keine zufriedenstellende Antwort ist, sie ist nur dazu geeignet, die Größe des Problems zu relativieren.
Ehrlich gesagt, weiß ich es natürlich selbst nicht, warum das Leben, das Leid so ist, wie es ist. Es ist und bleibt wahrscheinlich ein Geheimnis und eine Frage, die ich Gott einmal stellen werde, wenn ich ihm gegenüberstehe. In mir kocht ja auch die Wut hoch, wenn ich Ungerechtigkeit, Schmerz und viele leidvolle Erfahrungen erkenne.
Eines aber ist doch für mich eine tröstliche Glaubenserfahrung: In Jesus hat sich der große Gott, der Schöpfer mit uns, seinen Geschöpfen solidarisiert. Er ist in diese Erfahrungen hineingegangen, hat all das mitgelitten und selbst am eigenen Leib aushalten müssen, hat am Kreuz sogar die Todeseinsamkeit durchlebt. Deshalb bin ich in all diesen schrecklichen Situationen nicht mehr allein. ER ist dabei. Deswegen nimmt der mir das Schwere keineswegs ab. Aber er ist dabei. Bisher genügt mir das.
Liebe Hertha, Cäcilia, Gerald und Christine,
ich bedanke mich herzlich für eure Antworten und werde sie noch ein wenig in meinem Herzen
abwägen. DANKE !
Gruß
Patty
Ich denke unser FREIE WILLE, den uns Gott gegeben hat, hat viel mit dem Leid in der Welt zu tun.
Und oft habe ich in meinem Leben schon erfahren, dass mich Gott
mit scheinbar im Moment sehr mühsamen und schwierigen Dingen
auf andere, spätere Situationen im Leben vorbereitet hat.
Ich weiß, es ist keine direkte Antwort auf diese Frage. Doch heute flattern mir zwei Cartoons in die Mailbox, die das Thema auf humorvolle Art behandeln. Die gehen so:
(1) Cartoon 1: Einige Leute sind mit einem großen Kreuz am Rücken unterwegs. Einer bittet Jesus, er möge doch ein Stück vom Kreuz abschneiden. Das Kreuz wird kleiner. Etwas später nochmal: bitte noch ein Stück. Das Kreuz wird recht klein, und es ist relativ angenehm zu tragen. Nur die anderen schleppen noch. Dann kommt ein tiefer, breiter Riss im Boden. Alle legen ihr Kreuz als Brücke quer drüber und gehen weiter. Nur ein Kreuz ist zu kurz...
(2) Cartoon 2: Ein Mann betet zu Jesus, dass er ihn beschützen möge. Dann steht er auf und geht los. Da trifft ihn ein Stein am Kopf. Er weint und schimpft und ärgert sich. Da kommen noch 2, 3 Steine - ausgerechnet auf ihn. Dann erst dreht er sich um und sieht, dass riesige Steinbrocken auf ihn geschleudert werden, doch ein übergroßer Jesus steht da und fängt sie ab. Jesus sagt: "Ist alles ok? Es könnte sein, dass mir ein paar kleine Steine durchgegangen sind..."
LG, Gerald
Im Augenblick kann ich diese Frage nicht ganz objektiv beantworten.
Obwohl sie mich sehr berrührt, da mein bisheriges Leben von viel Leid geprägt wurde.
Dennoch sehe ich und bin Dankbar für das Gute.
Es scheint ziemlich Alles ohne Perspektive zu sein, Resignation und Sinnlosigkeit machen sich breit.
Die Frage "Warum" mag ich schon seit einer ganzen Weile nicht mehr.
Es stimmt mich sehr nachdenklich, ob es wirklich der Wille Gottes ist, dass Christen,
die "FROHE Botschaft" in Depression, Leid oder resigniert verkünden ?
Bin auf weitere Antworten gespannt.
Liebe Grüße
"Nicht aufgeben! Gott hat auch dort noch Möglichkeiten wo der Mensch schon lange keine mehr sieht."
Ich glaube fest daran, dass Gott eine Plan für uns hat. Was heißt einen? Er hat auch immer wieder einen Ersatzplan, wenn wir, in Anwendung unseres freien Willens, uns gegen diesen Plan entscheiden. Und ich glaube auch, das Gott uns nicht Leid schickt, dass er aber unseren freien Willen so weit achtet, dass er nicht eingreift, um uns vor allem Leid zu bewahren.
Und andererseits glaube ich auch, dass wir nicht immer Recht haben, wenn wir meinen, etwas wäre für uns gut und genau das würde uns weiterbringen. Gott weiß viel besser, was wir gerade brauchen - auch wenn es dann für uns schwer ist. Wenn wir auf Gott vertrauen und uns immer an ihn halten, dann führt er uns sicher durch den Dschungel unseres Lebens! - Aber wer schafft das schon immer?
Hertha
Nichts soll dich ängstigen, nichts dich verwirren, alles vergeht. Gott bleibt derselbe. Geduld erreicht alles. Gott nur genügt. Basta (Teresa von Avila)