
"Was ihr Schönstätter nur immer mit eurer Gottesmutter habt?!?" - diese verständnislos-vorwurfsvolle Frage hab ich schon mehr als einmal gehört.
Eigentlich ist diese Frage eine Ehre: Das klingt so, als würde die Gottesmutter uns gehören 
Richtig ist, dass sie unausweichlich zu uns, zu Schönstatt gehört. Und: Sie gehört "unwegdenklich" zum virtuellen Heiligtum. Das sieht man allein an der Anzahl der Beiträge, die ihr in den virutellen Krug geschenkt worden sind. Bisher rund 98.000. ACHTUNDNEUNZIGTAUSEND Beiträge, dir ihr zur Verfügung gestellt wurden, damit sie Jesus um (Wandlungs-)Wunder bitten kann!!!
Das macht uns so leicht keiner nach. Und das macht das virtuelle Heiligtum zum Heiligtum, denn Heiligtum ist/wird dort, wo Gnadenkapital fließt. Genau das was im virtuellen Krug geschieht: Jemand macht der Gottesmutter ein Geschenk - stellt ihr Kapital zur Verfügung, damit sie Gnaden erwirken und Wunder erbitten kann, und das in einem ganz konkreten Anliegen. Natürlich überlassen wir dabei der himmlischen Regie den tatsächlichen "Einsatzort" des Geschenkten. So viel Überblick und Liebe haben wir einfach nicht, um zu wissen was gut und richtig für jemand anderen ist...
Was tun, wenn man sich mit der Gottesmutter schwer tut? Letztlich und erstlich ist es genau wie beim Glauben insgesamt: Beides ist Geschenk, beides ist Gnade. "Voraussetzung" für Veränderung ist die Sehnsucht. Der Kraft der Sehnsucht kann sich der liebe Gott nur schwer widersetzen... Vielmehr kommt er unserer Sehnsucht zuvor, damit wir uns von ihm beschenken lassen können. Denn erfüllte Sehnsucht ist ein Stück Himmel auf Erden - und genau das möchte er uns schenken.
Deshalb hat er uns ja auch die Gottesmutter geschenkt, damit wir durch sie und an ihrer Hand lernen und erfahren können was es heißt, Sehnsucht zu haben. Gottes-Sehnsucht. Sehnsucht nach Leben in Fülle, nach Heil, nach Vollendung. Und nichts anderes möchte sie für uns erwirken.
Im Gebetbuch "Himmelwärts" (siehe auch www.virtuelles-heiligtum.com/bucher.online/himmelwarts), entstanden im KZ Dachau, betet Pater Kentenich:
"Das Kreuz und das Marienbild lasst reichen
den Völkern mich als das Erlösungszeichen,
dass niemals voneinander wird getrennt,
was VATERS Liebesplan als Einheit kennt!"
Der himmlische Vater, sein Liebesplan, hat Jesus und Maria also als untrennbare Einheit gedacht. Oder anders: Die beiden sind ohne den anderen nicht denkbar, nicht vorstellbar. Liebe hat nichts Trennendes. Das Wesen der Liebe ist Einheit, Ganzheit, Vollkommenheit. Und so ist es auch bei den beiden; bei Jesus und seiner Mutter Maria.
Und deshalb ist es auch "sinnvoll", der Gottesmutter etwas in den (virtuellen) Krug zu schenken: Weil sie mit unserem Wasser zu Jesus geht und ihn um das Wandlungswunder bittet.
Und weil er seine Mutter liebt, erfüllt er ihr jeden möglichen Gefallen - sei er noch so klein.
...und "ganz nebenbei" sichert sie uns hier im virtuellen Heiligtum den Himmel. Denn wo sie ist ist auch Jesus.
Susanne
Gott schenkt der Seele, die sich ihm ausgeliefert hat, ein Stück seiner Seligkeit.
P. Joseph Kentenich