
Von 26. August bis 8. September 2009 fahre ich mit einer kleinen Gruppe nach Milwaukee, USA. Pater Kentenich hat dort während seiner Exilzeit 14 Jahre verborgen gelebt. Ich habe von vielen Personen, die ihn dort für kürzere oder längere Zeit besucht haben, so grossartiges über ihn gehört, dass mich das fasziniert hat. Nun wird der Wunsch, hinüber zu fahren und auf seinen Spuren zu wandeln, wahr. Wir werden Menschen begegnen, die viele Jahre eng mit ihm gearbeitet haben.
Von den Erzählungen, die ich über ihn gehört habe, hat mich am meisten berührt, dass er eine grosse Väterlichkeit und einen grossen inneren Frieden ausgestrahlt hat, trotz des grossen Leids und der vielen Arbeit, die er geleistet hat. "Sehen Sie, ich löse hier alles mit Kindlichkeit", hat er zu einem gesagt. Das muss ein grosser Mann Gottes gewesen sein, für den die Gottesmutter ganz reell war.
Ich freue mich auf die Pilgerreise, bei der ich um Anteil an seinem Charisma für mich und viele andere bitten werde.
Wer ein (Gebets)Anliegen hat, kann es mir mit einer PN (Anm: Persönliche Nachricht) senden und ich werde es mit nach Amerika, in den Krug des Exilheiligtums, nehmen.
fabrizio
fabrizio
"Rechnen mit dem Einbruch des Göttlichen!" P. Kentenich
Kommentare
Ich habe soooooooooo große Sehnsucht nach Milwaukee! Am liebsten würde ich gleich wieder hinfahren.
fabrizio
"Rechnen mit dem Einbruch des Göttlichen!" P. Kentenich
Reich beschenkt bin ich vor vier Tagen nach Hause gekommen. Es war ein so reiches Erlebnis, P. Kentenich als liebenden Vater zu erleben. Jetzt muss ich mich vom Jetlag erholen.
fabrizio
fabrizio
"Rechnen mit dem Einbruch des Göttlichen!" P. Kentenich
Lieber Fabrizio!
Ein schönes Gefühl Dich so in der Nähe des Vaters zu wissen. Danke für Deine leuchtenden Augen, mit denen Du die Tastatur sicher nur verschwommen siehst.
Bei dem Bericht von Sr. J. hat es mich "gerissen" - ich habe gespürt: Er macht frei und stark - ein echt priesterlicher Mensch!
Danke!!
E&E - versuchen "frei und stark - priesterlich" zu sein
E&E frei und stark - priesterlich
Ein herzhafter Erzieher.
Ich moechte noch eine kleine Erzaehlung von Hank und Dorothy Gmeinder bringen, die sie mir letzten Samstag in Madison (Hauptstadt von Wisconsin, 100 km von Milwaukee entfernt) erzaehlten.
Die beiden haben es als junges Ehepaar nicht leicht miteinander gehabt und sie sagen, dass es ein Wunder ist, dass sie nach fast 60 Jahren noch immer beisammen sind, und dass sie dies P. Ketenich zu verdanken haben.
Als sie also 6 Jahre verheiratet waren, war die Beziehung so, dass sie - trotz der einjaehrigen Tochter - nichts mehr miteinander redeten. Hank ging seinem Beruf, der Pfarrarbeit, dem sozialen Engagement und seinen Hobbies nach und Dorothy wusste nicht wie man ein Kind erzieht. "Bis zur Geburt unseres ersten Kindes war ich die beste Mutter der Welt", sagt sie heute selbstkritisch ueber sich selbst.
Als P. Ketenich die beiden kennen lernte, hat er den beiden am Anfang nur zugeoert, nichts gesagt. Und diese tiefe Aufmerksamkeit und sein wohlwollendes Verstaendnis haben das Herz der beiden geoeffnet. "Und P. Kentenich hat ihre Seite ergriffen und mir erklaert, dass ein Ehemann zuerst fuer seine Frau und dann fuer seine Familie da sein muss", sagt Hank. P. Kentenich musste ihm das noch ein paar Mal sagen, bis er verstand, dass er alle ausserberufliche Arbeit zugunsten seiner Ehe und Familie aufgeben muesse.
P. Kentenich hat den beiden - trotz echter Depressionen - geholfen ein glueckliches, altes Ehepaar zu werden.
fabrizio
"Rechnen mit dem Einbruch des Göttlichen!" P. Kentenich
Da war nur er und ich.
Gestern habe ich Sr. J. getroffen. Sie ist vor 50 Jahren als junges Maedchen in die USA gekommen und hat P. Kentenich oft gesehen und lange mit ihm gesprochen. Sie war sehr scheu und konnte ihn anfangs auch nicht mit "Vater" ansprechen. Fuer sie existierte nur der grosse "Gruender". Er hat ihre Scheu auch respektiert.
Aber bei einem der ersten Gespraeche, die sie mit ihm hatte ist ihr passiert, dass sie das ploetzlich das Gefuehl hatte "da waren nur mehr er und ich." So aufmerksam war er, so guetig und verstaednisvoll.
Sr. J. hatte in den ersten Jahren in Amerika viel Muehen: die neue Sprache, die berufliche Umgebung, das neue Land usw. Es viel ihr vieles schwer. Nach einiger Zeit begann sie P. Ketenich von diesen Schwierigkeiten zu erzaehlen, immer wieder. Er hoerte sehr aufmerksam und verstaendnisvoll zu, so oft sie davon erzaehlte. Bis sie eines Augenblickes merkte: "Er hatte viel Freude an meinen Ungeschicklichkeiten." Sr. J. hat mir dann erklaert, dass diese vaeterliche Guete und sein Verstaendnis fuer ihre Situation sie unendlich befreiten und ihr das Gefuehl gaben, von ihm ganz angenommen zu sein. Trotz ihres Unwohlseins in vielen Situationen und der "Ungeschicklichkeiten", die aus ihrer Situation kamen.
fabrizio
"Rechnen mit dem Einbruch des Göttlichen!" P. Kentenich
Da haben wir Vater schon so gerne gehabt.
Vor einigen Tagen haben ich hier in Milwaukee Familie Annie und Andreas Horn besucht. Sie sind beide gebuertige Donauschwaben und sind nach vielen Umwegen in den 1950er Jahren nach USA emigriert. Sie leben bis heute in Milwaukee.
Bald nach ihrer Ankunft in Amerika haben sie P. Kentenich kennen gelernt. Sie haben alles in Europa zurueck gelassen und mussten von Neuem beginnen. So mussten sie auch ohne Eltern auskommen. P. Kentenich hat ihnen mit Rat und Tat sehr viel geholfen. Egal, ob es sich um die materielle Existenz ging, einmal hat er ihnen bei einer grossen finanziellen Sorge einen Scheck ueber 15.000,- $ geborgt, oder ob es um die Gesundheit der Kinder ging. Ihr juengster Sohn hat sich als Kind mit kochendem Wasser verbrueht und war dem Tode nah. P. Kentenich hat sich staendig nach dem Befinden des Kindes erkundigt und geholfen, wo er konnte.
So haben sie P. Kentenich sehr intensiv erlebt und er ist ihnen bei ihrem neuen Leben in USA zum Vater geworden. Oft sind sie (auch ungemeldet) zu Besuch in sein Buero gekommen und er hat sie oft zu Hause besucht. Er hat ihnen die Sendung des Hausheiligtums naeher gebracht und ihres dann auch eingeweiht.
Nach einigen Jahren sind dann auch Halbwahrheiten und Geruechte in Bezug auf seine kirchliche Verbannung aufgetaucht. Dazu muss man sagen, dass zu dieser Zeit, derartige Geruechte praktisch zum sozialen Tod desjenigen gefuehrt haben. "Aber"', so hat er Horn gestern ganz warmherzig gesagt, "da haben wir Vater schon so gerne gehabt, das uns das nichts mehr ausgemacht hat."
fabrizio
"Rechnen mit dem Einbruch des Göttlichen!" P. Kentenich
Danke, Fabrizio, für all die Berichterstattung!
Hier ist der erste Milwaukee-Podcast.
Wenn Fabrizio loslegt, dann richtig. Viel Freude beim Milwaukee-Erobern!
Und: bring uns viel Inspiration für's VH mit! Wäre spannend, was Sr. Carol & Co dazu sagen.
Lieber Fabrizio, die Augen leuchten bis hierher wenn man deine Berichte hört, DANNKE. Hast du auch schon ein Bild bekommen, was / wie P Kentenich heute dort wirkt? Gibt es besondere Aufbrüche, oder eine besondere Botschaft von dort?
Danke, Fabrizio, für die Berichte. Die sind echt genial - ein neues Milwaukee-Tagebuch im neuen VH
Mein Blog: www.virtuelles-heiligtum.com/community/blogs/gerald.karner
Die spinnen, die Schoenstaetter! Gestern war ich in Madison. Dort wurde 1952 das erste Schoenstatt-Heiligtum in USA errichtet. Nach einigen Jahren wurde das Priesterseminar neben dem es gestanden war, nicht mehr gebraucht. Das Heiligtum waere ueber kurz oder lang verwaist. So haben die Schoenstaetter vor Ort 1979 den Plan gefasst und durchgefuehrt, das Heiligtum auf einem neu erworbenen Grunstueck einige hundert Meter (!) entfernt aufzustellen. Es musste nach monatelanger Planung als Ganzes auf einen Tieflader verladen und auf dem neuen Grunstueck aufgestellt werden. Was fuer ein Vorhaben! Es ist gelungen.
Als ich gestern darueber von Augenzeugen gehoert und einen Video gesehen habe, war mir ploetzlich klar, dass man ein Heiligtum nicht einfach "machen" kann. D.h. dort eines aufgeben und verkommen lassen und hier ein Neues aufbauen. Jedes Heiligtum der MTA ist etwas ganz, ganz Kostbares: Ihr Heiligtum, von wo sie Gaben und Ganden an ihre Kinder verteilt.
Uebrigens wiegt das Heiligtum in Madison 110 Tonnen.
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"Groß ist, wer sich Großem weiht." P. Kentenich
fabrizio
"Rechnen mit dem Einbruch des Göttlichen!" P. Kentenich