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Abschalten oder abgeschaltet werden?

Datum15 August, 2010 - 19:01 – Christine und Gerald
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Vor einer Woche waren wir beide noch völlig im Einsatz: Christine hatte viele Patienten zu betreuen, die Kinder keinen Kindergarten und Gerald ein nochmals zum Leben erwachtes Krisenprojekt.

Und dann Urlaub. Die ersten Tage war's gar nicht leicht abzuschalten, sich auf den Partner wieder neu einzustellen, sich gegenseitig den ganzen Tag zu mögen Eye-wink

Und dann greift der liebe Gott so unbemerkt geschickt in unserem Leben um sich:

  • läßt uns einschlafen, wenn die Kinder schlafen gehen.
  • schickt uns schlechtes Wetter, was uns ein tolles Alternativprogramm beschert.
  • läßt das Handy verstummen.
  • läßt ein Kalb auf die Welt kommen, als wir gerade im Kuhstall vorbeischauen.
  • läßt die Selchwürste fürs nächste Jahr gerade da fertig werden, als wir die Bergbauern-Hütte besuchen (und der Bauer gesteht uns, dass er erstmals nicht das erste Würstel gegessen hat, sondern wir).
  • läßt uns vom Bauernhof am Berg unglaubliche Wetterspiele beobachten: einen riesigen Doppel-Regenbogen, ein orkanartig herannahendes Gewitter, Nebel im Tal und Sonne heroben.
  • läßt uns Freunde besuchen, die wir jahrelang nicht gesehen haben - und wir verstehen auf Anhieb uns besser als vor 6 Jahren.
  • läßt uns von einer VH-Initiative in Ungarn erfahren.
  • läßt uns nachhause kommen und unsere neuen Nachbarn treffen - und wir entdecken tolle Gemeinsamkeiten.
  • schickt uns einen Überraschungsbesuch.

... und gerade eben bemerken wir, wie unendlich weit die Arbeit, der Alltag, die Hektik hinter uns liegen.

Mit einem großartigen Marienfest, der Kräuterweihe (und dem aus dem Urlaub mitgebrachten Kräuter-Chili-Likör) und wunderschönen Begegnungen mit Menschen, die wir noch nie oder lange nicht mehr gesehen haben, geht unser Urlaub zu Ende. Und erst jetzt im Rückblick bemerken wir die vielen kleinen Handgriffe von oben, die aus diesem Urlaub ein Auftanken in der Natur für die ganze Familie gemacht haben.

Als Familie in der Natur unterwegs - wie gerne würde ich die nächste Arbeitswoche gleich eintauschen, um mit den Kindern eine Woche Waldkindergarten anzuhängen...

Haben wir also abgeschaltet? Nein, wir sind abgeschaltet worden - und das ist gut so!

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Kommentare

Auch wir haben sind dankbar,

Auch wir haben sind dankbar, dass ihr "abgeschaltet" wurdet und euch bei uns "eingeschaltet" habt! Vielleicht "schaltet" ja der liebe Gott wieder einmal, und es ergibt sich daraus ein Wiedersehen!
bb,
Barbara Smiling