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Alles zum Thema: Zusatzausbildung

Veränderung

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von Christine und Felix Mayer (Forumbeitrag)

Felix hat sich vor drei Jahren beruflich verändert - in der anderen Firma war er bereits über 20 Jahre gewesen. Er war dort aber nicht mehr glücklich mit seinem Arbeitsbereich und machte eine einsemestrige Zusatzausbildung am WIFI für ein Gebiet, das ihn sehr interessierte.

Dieses halbe Jahr war für uns als Familie sehr intensiv, denn er war jeden Abend am WIFI, ich war auch öfter abends auf der Akademie, aber irgendwie haben wir es (mit viel Verständnis unserer Kinder) überstanden. Anschließend begann er, die Wochenendausgaben von Zeitungen zu studieren. Dann war da (nach ca. drei Wochen Suche) ein Inserat mit einem scheinbar für ihn maßgeschneidertem Jobangebot. Er schickte eine Bewerbung los. Einige Tage später war ein Brief im Postkasten - von lieben Freunden. Sie hatten genau dieselbe Annonce gesehen, ausgeschnitten und dazugeschrieben: Wär das nicht etwas für Felix?

Als seine jetzige Firma großes Interesse zeigte, wurde ihm dann doch etwas schwummrig ... Immerhin bedeutete Kündigung seinerseits Verzicht auf Abfertigung, auch Unsicherheit, ob es in der neuen Firma dann auch wirklich viel besser wird usw.

Wir haben das alles auch im Gebet begleitet. Als dann die Entscheidung gefallen war, war Felix richtig erleichtert. Trotzdem war der Neubeginn auch eine Herausforderung. Der neue Job brachte nicht wirklich eine finanzielle Verbesserung, die Arbeitsintensität ist auch nicht wesentlich anders, jedoch seine Arbeitstätigkeit entspricht nun mehr seinen Begabungen und Interessen.

Felix meint, das eigentliche Problem ist, die Sicherheit in dem, was man hat, zu verlassen. Man tröstet sich meistens, indem man sagt: "Woanders ist es auch nicht besser." Da braucht man meist schon einen großen Leidensdruck, um zu sagen: Ich schau mich mal um etwas anderes um (wobei das ja auch firmenintern sein kann).

Ein wesentlicher Faktor ist auch das Lebensalter - denn ab 45 wird es schon ein bisschen schwierig mit den Jobs.

Für Felix war eine wichtige Frage die Berufungsfrage; zu fragen, möchte ich das beruflich machen?

Wichtig ist, nicht blauäugig in einen neuen Job zu gehen, um nicht nach einem halben Jahr oder Jahr enttäuscht zu sein. Da sind zu überlegen: Fahrtzeit, Finanzielles, Führungsverantwortung oder keine Führungsposition.

Wenn man sich für etwas anderes interessiert, muss man sich einmal bewusst werden, welche Stärken habe ich, was kann ich gut? Das kann ich noch verbessern, veredeln und genau das stärkt auch mein Selbstbewusstsein. Dieses Arbeiten an sich selbst kann aber natürlich auch in der "alten" Firma eine Verbesserung bewirken.

Zusammenfassend:
1. Frage: Was kann ich gut, was sind meine Begabungen? (Hobbies,...)
2. Frage: In welchen Bereichen könnte ich das einbringen? Welche Möglichkeiten habe ich?
3. Frage: Möglichkeit einer zusätzlichen Ausbildung? Was investiere ich, um dorthin zu kommen?
4. Frage: Was gibt es am Arbeitsmarkt? Oder gibt es in der eigenen Firma Möglichkeiten der Weiterentwicklung?
5. Sondieren, Abwägen, mit dem Partner besprechen, im Gebet begleiten (z.B. Novene zum Hl. Josef) entscheiden, überschlafen und nochmals überprüfen.

Das wärs mal fürs erste. Habens gemeinsam geschrieben. Wir hoffen, dass es irgendwie weiterhilft, wenn wir auch die Frage nicht genau wissen.

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