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Alles zum Thema: Ehe

Candle light dinner während der marriage week

Während der marriage week 2010 vom 7.

Das passiert einfach?!

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aus der Zeitschrift: Familie als Berufung

Zwei oder drei Monate war ich in der neuen Firma. Es gab duzende neue Kollegen und Kolleginnen. Eine Mitarbeiterin, mit der ich relativ viel zusammenarbeiten mußte, war gleich im Nebenbüro. Eines Tages ging sie an mir vorbei, ich drehte mich um - und peng! Auf einmal habe ich gemerkt: Ich hatte mich in sie verliebt. So richtig, mit Herzflattern.

In mir war alles in Aufruhr, ich war richtig verstört.
Ich bin doch verheiratet, und glücklich verheiratet. Wir haben auch keine Krise zu Hause, es gibt auch keine Entfremdung. Ich war mir eigentlich sicher, daß mir „so etwas" nie passieren könnte. Und warum jetzt das? Ich wollte das nicht!! Oder, hatte ich es doch zugelassen? Plötzlich dachte ich an Besprechungen, die doch etwas länger gedauert haben oder an die gute Stimmung zwischen uns, die ich doch recht genossen hatte?!

Maßnahmen, die mir in Folge geholfen haben, waren:
Keine Besprechungen allein: Das war schwer, weil wir an einem gemeinsamen Projekt arbeiten und aufeinander angewiesen sind. Ich hatte die Idee, einen neuen Mitarbeiter, der gerade erst in der Firma begonnen hatte, dazuzuholen, damit er gleich Einblick in ein laufendes Projekt bekommt. Mein Chef war einverstanden.
Keine Schwätzchen zwischendurch: Beim Kaffeeholen, beim Warten auf den Kopierer - es gibt viele Gelegenheiten zum Kontakt. Jetzt habe ich das bewußt minimiert auf einen kurzen Gruß.
Äußerlich unberührt: Für mich ist das ohnehin selbstverständlich, daß ich bei dem allgemeinen „Küßchen, Küßchen" nicht mitgemacht habe; aber auch kein freundschaftliches auf die Schulter klopfen etc. Bei der Gelegenheit habe ich bemerkt, wie viel Wert in unserem Betrieb auf enge Kommunikation zwischen den Mitarbeitern gelegt wird, und wie das auf einen schon ungewollt abfärbt.
Und ich habe jeden Tag das Ehesakrament erneuert. Ich habe mich in Gedanken an dem Satz festgehalten: „Ich will dich lieben, achten und ehren, alle Tage, so lange ich lebe." Da ist ein will drinnen, das hieß für mich: Mein Entschluß zur Treue zählt. „Ich will dich lieben" hieß, ich erlaube mir keine unnötigen Gedanken über wen andern. Und „Ich will dich lieben" bedeutete, mich bewußt zu bemühen, meiner Frau doppelt Aufmerksamkeit, Zuwendung und gemeinsame Zeit zu schenken.

Ich wollte mir nichts vormachen
Ich habe nicht gedacht, daß diese Zeit so schwer wird. Immer wieder hat es mich zu dieser Mitarbeiterin hingezogen. Manchmal kam auch der Gedanke: „Aber das ist doch völlig harmlos." Aber ich wollte mir nichts vormachen. Mir persönlich hat es unheimlich gut getan, wie mir ein Seelsorger – der mich und meine Frau seit Jahren kennt – einmal gesagt hat: „Ja, verlieben, das kann einem trotz allem Bemühen schon passieren. Aber eine Gefahr für die Treue, die besteht bei Ihnen nicht." Dieses Vertrauen hat mir sehr viel Kraft gegeben, einfach weiter durchzuhalten. Ich bin persönlich überzeugt, daß die Gottesmutter mich in dieser Zeit besonders beschützt hat. Ich schätze, es ging ein halbes Jahr, bis ich plötzlich bemerkt habe: Ich blicke nicht mehr im Vorbeigehen auf ihre Zimmertüre. Meine Gedanken waren frei.

Im Nachhinein bin ich Gott unheimlich dankbar, daß er seine Hand über unsere Ehe gehalten hat. Und für die Erfahrung: Man ist seinen Gefühlen nicht willenlos ausgeliefert; man kann so eine Zeit durchstehen und durchkämpfen, im Vertrauen darauf, daß er das von uns möchte. Und daß er uns eine neue Liebe zueinander schenkt.

Valentinstag!

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von Nina Bankhofer

Mein Mann und ich haben den Valentinstag noch nie großartig gefeiert. Und doch erinnern wir uns an diesem Tag gerne an den Tag, an dem wir uns kennen gelernt und verliebt haben. Und was der liebe Gott alles in die Wege geleitet hat, damit gerade wir Zwei ein Paar werden! Da ist es ja kein Wunder, dass wir am Valentinstag besonders liebevoll und umgänglich zueinander sind und dem Partner die eine oder andere Aufmerksamkeit schenken. Manchmal ist es "nur" ein tiefer Blick, ein anderes Mal eine rote Rose. Und so etwas bringt mich dann auf viele romantische Kleinigkeiten, die sich vielleicht ganz "normal" anhören, aber trotzdem nicht selbstverständlich sind:

Wenn ER zu einem Termin muss, begleite ich ihn noch zum Auto - egal, ob es stürmt oder schneit, denn beim Abschiedskuss vergessen wir das Wetter auf jeden Fall!

Wenn ER es nicht erwartet, borge ich für uns eine DVD im Videoladen aus - und zwar den Film, den wir beim ersten gemeinsamen Kinobesuch angeschaut haben. Romantische Stunden während und nach dem Film sind mir garantiert!

Wenn ER zur Arbeit muss, wird er in seiner Aktentasche etwas von mir finden - einen Zettel, auf dem steht, was ich alles an ihm liebe. Es dauert " ewig", bis er nach Hause kommt, aber Vorfreude ist doch die schönste Freude!

Wenn ER nach Hause kommt, hängt ein neues Bild im Schlafzimmer - ich habe ihm eine Fotokollage gebastelt; vom Beginn unserer Liebe bis heute. Und das Foto von seinem Gesicht, wenn er das Bild bemerkt, klebe ich dann gleich dazu!

Wenn ER unseren Sohn ins Bett gebracht hat, steht sein Lieblingsgericht am Tisch, das ich für ihn gekocht habe - Liebe geht durch den Magen!

Wenn ER mit der Arbeit fertig ist, heize ich den Kamin an und wir trinken ein Glas Wein - Jahrgang: Kennenlern-Jahr!

Wer suchet, der findet!

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von Familie Pichler

Kennengelernt haben wir die Idee in der FAB-Community. Da wurde davon berichtet, dass sich das Ehepaar bewußt einmal in der Woche füreinander Zeit nimmt und mindestens eineinhalb Stunden miteinander verbringt und dabei besprechen, wie es beiden derzeit geht, was an Problemen/Wünschen/Bedürfnissen ansteht, etc.

Karin: Ich war (wie meistens Eye-wink ) Feuer und Flamme - das wollte ich auch einmal pro Woche machen!

Michael: Ehrlich gesagt bekam ich akutes Bauchweh beim Gedanken, dass ich mich ein Mal wöchentlich gezielt der Frage "Wie geht es dir" stellen müsste. Angesichts von Karins Begeisterung gab ich aber mal das OK für den ersten Eheabend.

Karin: Ich widmete mich mit Begeisterung und Hingabe dem Thema "Wie geht es mir, dir, uns ..." und ...

Michael: ... ich fühlte mich wie in einem Verhör. Für mich ist es unheimlich stressig auf Knopfdruck sprechen zu müssen und dann noch über mein Befinden, Probleme, ... das war furchtbar!

Karin: Langsam dämmerte mir, dass das wohl noch nicht die Idealform des Eheabends für beide sein kann. Hm - aber die Idee war doch gut? Nächster Versuch: wir bereiten uns vor! Wir beantworten Fragen auf Karteikarten! Das sollte das Reden-auf-Knopfdruck-Gefühl verhindern. Allerdings fand ich die Sache selbst ziemlich anstrengend, weil ich viel lieber rede, als schreibe.

Michael: Gründlich, wie ich nun einmal bin, widmete ich mich über eine Stunde der Beantwortung der Fragen und war nicht nur völlig erschöpft sondern weiter abgeschreckt von der Einrichtung des Eheabends.

Karin: OK - mein nächster Versuch war gescheitert! Mir wurde klar, dass Michael einfach andere Bedürfnisse und Vorstellungen hatte wie ich und dass das nicht so einfach übergangen oder gar geändert werden konnte. Es folgte eine längere Pause - irgendwie fehlte die Idee, wie wir einen Eheabend stressfei organisieren konnten. Es war klar, dass ein wöchentlicher Fixtermin für uns einfach nicht die Lösung war.

Michael: Ich komme unter Druck, wenn ein Fixtag für den Eheabend angesetzt wird. Termine haben für mich - beruflich bedingt - sowieso einen negativen Touch.

Karin: Und jetzt hat sich plötzlich eine gute Lösung ergeben! Gestern vormittag kam mir spontan die Idee, doch einfach den Prosecco, den ich geschenkt bekommen habe kühlzustellen. Abends haben wir dann einfach den Fernseher abgedreht und uns zusammengesetzt. Zunächst gabs ganz lockeres Gespräch über Verschiedenes und langsam entwickelte sich ein stressfreies Gespräch über uns, die Beziehung, unsere Wünsche, was uns beschäftigt, usw. Interessant war, dass die Themen, die grad wichtig sind einfach so auftauchen - es braucht keinen Plan! Fazit: Wir waren uns einig: das möchten wir öfter machen! Mal sehen wie sich die Sache weiterentwickelt! Wir sind selbst gespannt und berichten!

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