Eingetragen von Susanne Leibrecht. | Oktober 23, 2008 - 21:27
Also weißt du, ich kann z.B. nicht verstehen, dass in 95% all meiner U-Bahn-Fahrten genau die U-Bahn, die ich brauche nicht kommt. Und während ich auf meine warte fahren nicht selten zwei U-Bahnen in die Gegenrichtung...
Oder ich möchte gern mal von dir wissen, weshalb ich immer zu der Warteschlange an der Kasse gehe, die sicher langsamer ist, auch wenn weniger Leute in meiner Schlange stehen?
Und kannst du mir nicht öfter einen Hinweis geben, mit welchen Zügen ich fahren soll, damit ich einmal pünktlich nach Deutschland komme?"
Und während ich so vor mich hin frage als mir eine U-Bahn vor der Nase weg fährt und ich 6 Minuten (statt der normalen 3) auf die nächste warten muss obwohl ich eigentlich schneller am Ziel sein wollte - als ich also so vor mich hin frage kommt mir ein Gedanke, der mir meine Fragen zwar nicht nimmt, aber doch ein gewisser Trost ist:
Von einem weisen Menschen gibt es folgende Aussage über den Himmel:
Der Himmel besteht darin, dass wir keine Fragen mehr haben werden.
Dann besteht wohl ein Stück Himmel auf Erden darin, in solchen Situationen das ewige "Warum schon wieder bei mir...!", "Warum muss ausgerechnet ich...?" zu lassen.
Naja, und mal ehrlich - wann bekomme ich schon ein paar Minuten ungeplant "geschenkt"? Wann kann ich schon mal ein paar Zeilen lesen, die ich sonst nicht mehr schaffen würde? Wann kann ich meine Gedanken kommen und gehen lassen, "weil ich eh nichts anderes zu tun habe"? - Eigentlich immer dann, wenn ich warten muss!
"Lieber Gott, ich sehe schon, du hast mich wieder einmal überzeugt.
Amen."
Mir gehts auch manchmal so,
Mir gehts auch manchmal so, Susanne, gerade wenns schnell gehen soll, bin ich gezwungen langsamer zu machen. Aber gerade Momente wie U-Bahn warten können ganz lustig sein, z.B. mit jemand Fremden reden, weil sie von Georgs Lachen angetan sind und mich einfach anquatschen was für einen süßen Buben ich habe. Solche Momente finde ich wohltuend - da rückt die Stadt "ein bißchen z'samm", ich fühle mich nicht mehr so allein inmitten der vielen Leute - eigentlich muss man für so einen Augenblick dankbar sein.
Jenny